Die ultimative Packliste zum Trampen

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Trampen Ausruestung Packliste Rucksack
Foto: Hitchhiker / Shutterstock

Hier kommt die ultimative Packliste zum Trampen! Ich bin in den letzten Jahren viel per Anhalter unterwegs gewesen und Erfahrungen gesammlt. So hat sich über die Zeit eine wirklich perfekte Liste entwickelt an Ausrüstung, die ich bei einer mehrtägigen Tour als Tramper einfach immer dabei habe.

Wie immer gilt auch bei Reisen per Anhalter: Der größte Fehler, den du machen kannst, ist zu viel einzupacken. Fast jeder, mich selber eingeschlossen, neigt beim Rucksack Packen dazu, sich vor allem die Frage zu stellen: „Was habe ich vergessen?“. Viel wichtiger ist aber die Frage:

Was kann ich weglassen?

Ich habe diese Frage schon viel zu oft völlig außer Acht gelassen oder viel zu wenig berücksichtigt. Konsequenz ist dann meist, dass ich mich zu Beginn einer Reise tierisch über zu viel Ausrüstung geärgert habe.

Wenn der Ärger dann Überhand nahm, habe ich in den letzten Jahren viel unnötigen Ballast entweder weg geworfen oder verschenkt und fühlte mich danach befreit und, im wahrsten Sinne des Wortes: Erleichtert.

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Beim Trampen kommt noch dazu, dass es es die Wahrscheinlichkeit, mitgenommen zu werden, nicht eben erhöht, wenn man neben sich einen halben Hausstand an der Straße stehen hat. Wenn ich an Raststätten oder Tankstellen Fahrer anspreche, lautet oft die erste Frage: „Und du hast wirklich nur diesen einen Rucksack dabei?“.

Schließlich hat man als Fahrer keine Lust, erst mal seinen Kofferraum aufzuräumen, damit man einen Tramper mitnehmen kann.

Ausrüstung beim Trampen
Bei Regen an der Autobahn freut man sich über Zelt und Ohropax.

Noch ein Satz zur Benutzung dieser Packliste: Hier sind nur die Dinge aufgeführt, die du speziell zum Trampen brauchst. Ich habe noch eine Basics – Packliste, wo Dinge aufgezählt sind, die man auf (so gut wie) jeder Reise braucht – um deine Reise per Anhalter optimal zu planen, solltest du beide Listen kombinieren.

Die ultimative Packliste zum Trampen:

Packen

  • Rucksack – möglichst klein! Ein Backpack wie zum Beispiel der Shield 38 von meiner Lieblings-Rucksackmarke BACH mit 38 Litern Fassungsvermögen sollte reichen. Wenn du die volle Ausrüstung mit Zelt und Kocher mitnimmst, brauchst du eventuelle eine Nummer größer. Zum Beispiel den Black Diamond Mercury mit 55 Litern Fassunsvermögen, den ich benutze.
  • Netzbeutel – mein Geheimtipp für Ordnung im Rucksack.
  • Wasserdichte Beutel – für das Verstauen von wertvoller Technik und Dokumenten. Für Sparfüchse: Natürlich funktionieren auch Gefrierbeutel mit Zip-Lock oder ähnliches.
  • Zahlenschloss – Zum Abschrecken von Dieben, zum Beispiel in Hostels.

Navigation

  • Analoge Straßenkarten – am Besten mit eingezeichneten Tank- und Raststätten. Gibt es für viele Länder gratis in Europcar-Filialen!
  • Smartphone – in Deutschland kann man Googlemaps zum Navigieren benutzen, im Ausland sollte man dafür eine lokale SIM-Karte haben, sonst wird das zu teuer.
  • Offline-Karten für’s Smartphone – Ich finde, es sollte eigentlich möglich sein, dafür eine passende App zu finden. Ich habe bislang einige ausprobiert, aber noch keine war wirklich empfehlenswert. Wenn jemand einen Tipp hat – bitte Bescheid geben (zum Beispiel unten in den Kommentaren oder bei Facebook, Twitter und Co.)!
  • Eddings – zwei bis drei Stück, zum Schilder malen.
  • Gaffa-Tape – Zum Beispiel zum Befestigen des Schilds am Rucksack, aber auch für viele andere Zwecke. Ich nehme nie eine ganze Rolle mit, sondern wickle mir einen Meter um die Eddings – spart Gewicht 😀

Mehr zum Thema:

Hier findest du mehr Beiträge über’s → Trampen und Reisen per Anhalter!

Vor der nächsten Reise per Anhalter solltest du überlegen, deine Sprachkenntnisse aufzubessern. Ich mache das → am liebsten mit dieser App!

 Schlafen

  •  Schlafsack – du solltest immer einen dabei haben. Für Notfälle und kalte Nächte an Autobahnraststätten, aber zum Beispiel auch für Couchsurfing.
  • Ohropax – haben mir schon oft die Nachtruhe gerettet und sollten nie fehlen.
  • Isomatte – Wenn du „Powertrampen“ willst, also abends so lange den Daumen raushalten möchtest, wie du wach bist, wirst du nicht immer ein Bett zum Schlafen finden und dich über eine Isomatte freuen. Sie sollte ein geringes Packmaß haben und leicht sein.
Ausrüstung für Tramper
Nachtlager an einer Tankstelle

Wetterschutz

Als Tramper hält man sich oft stundenlang im Freien auf. An Autobahnauffahrten ist zudem oft kein Baum zu finden, der einen vor Sonne oder Regen schützen kann. Umso wichtiger ist eine Grundausrüstung an Wetterschutz.

  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Cappy, Hut oder andere Kopfbedeckung

Essen und Trinken

In der Regel wird man beim Trampen nur kalte Snacks essen. Anders ist es bei längeren Touren ohne Pausentage. Da braucht man auch mal was Warmes zwischen den Zähnen.

  • Wasserflasche – kann man sich überall auffüllen. Eine normale PET-Flasche tut es aber auch.
  • Taschenmesser – zum Obst und Brot schneiden und schmieren, aber auch zum Schilder Basteln und 1000 andere Sachen.
  • Topf – aus dem man das Gekochte auch gleich essen kann.
  • Klopapier – kann einem an der Autobahnauffahrt das Leben retten und sollte immer mit dabei sein.

Unterlagen und Dokumente

Tramper sind der Polizei ganz gerne mal ein Dorn im Auge – wir passen einfach nicht in das klassische „Recht und Ordnung“ – Weltbild. Deshalb ist es sehr ratsam, immer gültige Ausweisdokumente dabei zu haben.

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • Krankenversichertenkarte – im Ausland gegebenenfalls die Unterlagen zur Auslandskrankenversicherung. Gute findest du zum Beispiel bei der HanseMerkur.
  • EC-Karte
  • Kreditkarte – die von der DKB ist wohl eine der Besten zum Reisen.

Hier findest du einen Überblick über alle meine Packlisten!

Trampen in Spanien

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22 KOMMENTARE

  1. […] „Trampen – Reisen per Anhalter“ ist super geschrieben und liest sich sehr gut. Mit Hilfe der übersichtlichen Gliederung kann es als wertvolles Nachschlagewerk genutzt werden oder einfach in einem Stück gelesen werden. Als besonders gut empfinde ich seine Packliste für das Trampen, die ihr unter anderem auch auf seinem Blog bruderleichtfuss.com fi… […]

  2. hi,
    super liste, ich würde allerdings raten zelt zuhause zu lassen und dafür eine bivi bag benutzen als schlafsack nutzen.
    lg Amy

  3. Ich habe noch einen tipp für dich.
    Anstatt eines alles brenners schaue dich lieber mal nach einem spirituskocher um.
    Die sind klein leicht und einfach nach zu bauen. (z.B. aus zwei dosen)

    Danke für die tollen Listen

    • Moin Juli,

      stimmt, an so einen selbstgebauten Spirituskocher hatte ich auch schonmal gedacht. Bin mir nicht ganz sicher, ob das eine saubere Angelegenheit ist, will es aber auf jeden Fall mal probieren!
      Beste Grüße, Timo

  4. Ich habe neulich die Android-App „Hitchwiki for Android“ entdeckt – die die Karte http://hitchwiki.org/maps/ auf das Android bringt (und lasse seit dem sogar die Papier-Karten weg – kümmere mich aber auch darum, sehr zuverlässig Netz auf dem Telefon zu haben. Und habe eig immer eine Möglichkeit dabei, das Telefon auch unterwegs zu laden. Entweder mit einem mobilen Akku oder meinem Laptop, den ich bei längeren Reisen immer dabei habe, um auch noch unterwegs Wege ordentlich recherchieren zu können …

    Leider kann ich über die App nicht gleich meine Erfahrungen in das Hitchwiki laden, aber ansonsten ist die schon sehr gut 🙂
    Alternativ habe ich früher auch häufig Open Streetmap genutzt. Gibt es über f-droid https://f-droid.org/ (statt dem Google Play Store) auch für Lau. (Wobei die Open Streetmap-Macher*innen auch sehr gut Geld gebrauchen können, um das Projekt am Leben zu erhalten).

    Außerdem habe ich mit vor etwa einem Jahr einen CozyBag als Schlafsack geleistet: http://www.bergstop.com/de/home/
    Wenn es nicht all zu kalt ist, brauche ich damit keinen Pulli mehr, sondern ziehe im Zweifelsfall den Schlafsack an und trage die Wind-/Regenjacke darüber. (Aber der CozyBag ist leider echt nicht billig …)

    • Hitchwiki ist echt ein interessanter Tipp mit tramp-relevanten Hinweisen, scheint auf den ersten Blick brauchbar. Ansonsten nutze ich auch den weiter oben schon erwähnten Navigator mit OpenStreetMap, der ist dann auch offline benutzbar. Allerdings solltest Du Dein Telefon/Tab mit einer Speicherkarte aufrüsten für die runtergeladenen Karten, der interne Speicher ist sonst schnell voll.

  5. Einen schönen blog hast du da, wirklich! Ich mag deinen Schreibstil und vor allem deine Geschichten. Sehr inspirierend und hilfreich. Mach bitte weiter so! Bin jetzt erst von München nach Istanbul per Anhalter gefahren und es war der Hammer!

  6. Das ist die genialste Idee für einen Post!
    Habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht, echt interessant und schon eine echte Reisevorbereitung.
    Hut ab!

  7. So kommt man natürlich günstig und viel um die Welt. Es wäre zwar nicht meine Art zu Reisen aber ich finde es dennoch spannend. Wenn du viel auf Straßen und in der Natur schläfst, wirst du da nicht oft beklaut?
    Ich würde mir für den Fall noch alle wichtigen Unterlagen einscannen und in eine Cloud legen. So hast du zur Not wenigstens die Kopie deines Ausweises.

  8. Eine runde Sache, diese Liste! Macht zwischen den Zeilen Lust, endlich mal wieder auf diese Art und Weise loszuziehen! Ein Tool, was nie schaden kann, ist ein Leatherman. Sei es, um sich damit das Baguette aufzuschneiden, sich gegen Angreifer zu wehren oder unterwegs mal etwas zu reparieren.
    Safe travels!
    Marco

  9. […] abenteuerlustigsten Ausbrechern legen wir dazu die Tramp-Tipps und die Packliste von Bruder Leichtfuß ans Herz. Für alle Kurzzeit-Ausbrecher gab es in der letzten Woche wieder […]

  10. Noch ein tipp für das Smartphone.
    Benutze auf meinem iPhone für sehr viele Gelegenheiten die App PocketEarth da kannst du je nachdem welche Region du bereist die immer wider neu runterladen. Habe die auch mal bei mir vorgestellt, schau sie dir mal an.
    Skobbler benutze ich für die Auto Navigation.
    Vorteil von der pocketearth App ist das man Platz sparrt und nur kartenmaterial Laden kann welches man braucht.
    Lg Felix

  11. servus timo,

    zum navigieren benutze ich den kostenlosen „navigator“ der zeigt auch Wanderwege an! Komplette Weltkarte ist umsonst

    lg Johannes

  12. Hi Timo,

    Für Android finde ich die App Skobbler ganz gut. Die kostet 1€ in der Pro Version und ein Land ist schon dabei. Städte kosten 77c, Länder 2,22€, Kontinente 4,44€ und die ganze Welt (wenn man dann Platz auf dem Handy hat) 7,77€. Die Daten kommen von OpenStreetMap, so etwas wie die Wikipedia für Geodaten. Dinge, die hier nicht eingezeichnet sind könnte man also theoretisch für andere nachtragen (dafür gibts auch Apps).
    Inzwischen gehören die glaube ich zu Telenav und so kommen regelmässig Updates und auch neue Karten.
    Allerdings können die Points of Interests (POIs wie Tankstellen, Supermärkte, Apotheken, …) nur mit einer Datenverbindung genutzt werden.

    Alternativ gibt es noch OSMAnd, das kostet glaube ich 5€ in der Pro Version (bis zu 10 Regionen, z.B. Bundesländer kostenlos). Ebenfalls OpenStreetMap Material. Hier ist alles komplett offline, allerdings ruckelt das bei mir etwas stärker und lässt sich, meiner Meinung nach, nicht so gut bedienen. Neue Karten kommen alle paar Monate.

    Hoffe das hilft 🙂

    Rene

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