Meine Packliste für Norwegen

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Packliste Reisen Norwegen

Norwegen ist mein liebstes Reiseland, ich bin unzählige Male dort gewesen und bin Anfang des Jahres sogar für einige Zeit hier her gezogen. Deshalb werde ich immer wieder nach der richtigen Ausrüstung für dieses Traumland im hohen Norden gefragt – hier kommt also meine Packliste für Norwegen!

Bevor es losgeht, noch eine kleine Anmerkung zu Benutzung dieser Packliste: Hier ist nur Equipment aufgeführt, die ich speziell für eine Reise nach Norwegen einpacke. Um die Liste komplett zu machen, solltest du dir auch meine Packliste mit den Basics, die ich auf jeder Reise dabei habe, anschauen.

Mehr Tipps für deine Norwegen-Reiseplanung:

Hier findest du alle meine → Reiseberichte aus Norwegen.

Schau dir auch meine → 77 Links und Tipps für die Reisevorbereitung nach Norwegen an!

Hier liest du mehr über → die richtige Ausrüstung für deinen Abenteuer.

Was ich in Norwegen immer dabei habe:

Reiseführer – Für Individualreisende empfehle ich entweder den Lonely Planet oder den Rough Guide to Norway.

Wanderführer – auf jeden Fall meinen „Wanderführer Norwegen – von Norwegenfans, für Norwegenfans“ und vielleicht zusätzlich noch einen weiteren.

Sprachführer – die wichtigsten Redewendungen auf einen Blick. Vielleicht hast du Lust, mehr zu lernen: Hier liest du, wie ich Norwegisch gelernt habe – inklusive meinen Tipps! Oder du lädst dir direkt den kostenlosen Einsteiger-Kurs von Babbel herunter.

Softshelljacke – Softshells sind die Allrounder unter den Outdoorjacken.

Fleecejacke – Auch im Sommer wird es manchmal ganz schön frisch in Norwegen, weshalb ich eigentlich immer eine Fleecejacke dabei hat. Gibt es zum Beispiel im Outdoorshop meines Vertrauens.

Wanderschuhe – Selbst wenn man nicht vor hat in Norwegen zu wandern (und damit ehrlich gesagt auf einiges verzichten würde), wird man selbst in den Städten um die ein oder andere Steigung und den ein oder anderen längeren Fußweg nicht umher kommen. Ich kaufe meine Wanderschuhe entweder bei den Bergfreunden oder bei Globetrotter.

Taschenmesser – Meist fliege ich nur mit Handgepäck, wo man ja leider keines dabei haben kann. Ansonsten habe ich immer ein Schweizer Taschenmesser dabei und bin immer wieder überrascht, bei welcher Gelegenheit ich es plötzlich brauche.

Regenklamotten – gehören in ganz Norwegen und zu jeder Jahreszeit ins Gepäck, vor allem im westlichen Fjordnorwegen, wo es wirklich viel regnet. Ich benutze diese Regenjacke und oft auch eine Regenhose.

Regenüberzug – für den Rucksack. Passende (!) gibt es zum Beispiel bei den Bergfreunden oder bei Amazon.

Norwegen im Winter

Packliste Norwegen Winter

Handschuhe – sollten wasserdicht sein, wie zum Beispiel diese hier.

Skihose und Skijacke – Es kann im Winter sehr kalt werden in Norwegen, deshalb nicht nur für den Wintersport.

Thermounterwäsche – Für mich hat Unterwäsche aus Merinowolle die besten Trage- und Wärmeeigenschaften.

Stirnlampe – Es wird im Winter sehr früh dunkel in Norwegen, beziehungsweise im Norden Norwegen wird es nie hell. Eine Stirnlampe Outdoor-Aktivitäten sollte deshalb im Gepäck nicht fehlen. Bei der Tactikka von Petzl stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Norwegen im Sommer

Packliste Rucksack Norwegen Sommer

Schlafmaske – Im letzten Sommer in Norwegen habe ich mich richtig daran gewöhnt und möchte sie bei den hellen Nächten nicht mehr missen. Gibt es zum Beispiel hier.

Hüttenschlafsack – für Hüttenwanderungen. Aber auch wenn man im Hostel schläft, freut man sich über einen eigenen Schlafsack. Ich würde mich immer für einen Mummyliner entscheiden: den kann man auch im Winter als zusätzlichen Innenschlafsack benutzen.

Wandern in Norwegen

Plant man längere oder mehrere Wanderungen, sollte man auch über diese Ausrüstung nachdenken:

Wanderrucksack – Ich entscheide mich immer am liebsten für eine Nummer kleiner, um meine eigene „Pack-Wut“ im Zaum zu halten und so unterwegs weniger zu schleppen. Gerade bei Wanderungen ärgert man sich oft, dass man viel zu viele Klamotten mitschleppt. Für Hütten- oder Tageswanderungen nehme ich meist einen 35-Liter-Rucksack, für Wanderungen mit Zelt brauche ich einen Rucksack mit etwa 50 Litern.

Übrigens ärgert man sich auch, wenn man beim Rucksack zu viel spart oder sich nicht richtig informiert. Qualitativ gute Rucksäcke gibt es hier oder hier.

Netzbeutel – habe ich immer dabei, um für Ordnung im  Rucksack zu sorgen. Für Technik und Dokumente wasserdichte Beutel.

Trekkingstöcke – schonen die Knie und erhöhen die Trittsicherheit. Ich habe in letzter Zeit immer mal welche benutzt und fand das sehr angenehm. Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Eine große Auswahl gibt es bei den Bergfreunden oder bei Globetrotter.

Kompass und Wanderkarte sind sicherheitsrelevant – ich finde es fahrlässig, ohne loszuziehen. Als Wanderführer empfehle ich natürlich meinen Wanderführer für Norwegen.

Unser Wanderführer für Norwegen:

Wanderführer Norwegen - das Buch

  • 10 Autoren, 23 Wanderungen und persönliche Erlebnisberichte
  • ausführliche Infos zu Wanderungen in Fjord,- Fjell- und Nordnorwegen
  • 139 Seiten vollgestopft mit Tipps und Erfahrungen
  • Alles über die Vorbereitung einer gelungenen Wanderung

Steigeisen – sind in Norwegen bei den meisten Wanderungen im Winter extrem hilfreich, wenn nicht unverzichtbar.

GPS-Gerät – Die meisten Wanderungen in Norwegen sind sehr gut ausgeschildert, so dass man eigentlich kein Navi braucht. Es sei denn, man will auf eigenen Pfaden wandern oder hat einfach Spaß dran.

Camping in Norwegen

Packliste Norwegen Camping

In Norwegen herrscht das Jedermannsrecht, das heißt: Camping ist so gut wie überall erlaubt. Das ist eine ziemlich feine Sache, nicht nur, wenn man auf Sparkurs ist. Gerade beim Camping spielt allerdings die richtige Ausrüstung eine große Rolle:

Zelt – für eine Person mit schmalem Geldbeutel ist das Gossamer von Jack Wolfskin (Testbericht) das Richtige. Wer ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat, ist mit dem Hubba von MSR (zum Test) gut bedient.
Ich möchte mir demnächst ein Zwei-Mann-Zelt zulegen – hat jemand von euch Tipps? Bezahlbar sollte es sein, robust und leicht…

Schlafsack – ich benutze einen aus Kunstfasern.

Isomatte – Ich habe ein robustes Low-Budget-Modell. Ist nicht übermäßig komfortabel, isoliert aber gut.

Kocher – Ich benutze noch einen klassischen Gaskocher, meine nächste Anschaffung wird aber ein Allesbrenner.

Töpfe und Geschirr – auch hierfür empfehle ich den Outdoor-Shop der Bergfreunde.

Jetzt bist du dran: Was habe ich vergessen? Oder, noch schlimmer: Ist irgendetwas auf dieser Liste, was man eigentlich nicht braucht?

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43 KOMMENTARE

  1. Hallo 🙂

    Deine website hat mir schon sehr weitergeholfen. Wir fahren am 1.9. für knapp 3 Wochen nach Skandinavien. Von Stavanger, über Bergen, Alesund, Roros und über Schweden zurück. Ich bin mir absolut unsicher wie kalt es nun im November in Südnorwegen sein wird. Wir fahren mit dem Auto und werden zelten. Ich hab einen dünnen Fleece Pulli, eine Softshelljacke und eine Hardshelljacke. Außerdem noch eine sehr leichte Zip Hose und anderes. Meinst du ich müsste Thermounterwäche und eine dicke Fleecejacke noch einpacken? Wie kalt ist es denn wohl so? Ich lese immer nur, dass es viel regnen soll, wofür ich dann noch zusätzlich eine Regenhose zum drüberziehen habe. Ich würde mich über eine Antwort freuen.

    • Hi Lina, fährst du denn im September oder November nach Norwegen? Das wird aus deinem Post nicht ganz klar. In beiden Fällen würde ich dir aber auf jeden Fall raten, mindestens auch Thermounterwäsche, Fleecejacke und auch eine dickere Hose mitzunehmen. Gerade beim Camping wird es nachts auch im September schon teilweise sehr kalt, so dass man sich über jedes wärmende Kleidungsstück freut. Man kann natürlich gerade im September auch noch richtig Glück haben, verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

  2. Hallo Timo,

    mein Freund und ich verreisen Anfang August für knapp 3 Wochen nach Norwegen.
    Wir fahren mit einem umgebauten Schlafbulli und haben, aufgrund der zur Vefügung stehenden Zeit, Süd- und Mittelnorwegen anvisiert.
    Da wir aber auch das Abenteuer lieben und sehr Naturbegeistert sind, würden wir auch gerne mal den Bulli stehen lassen und mit dem Zelt Wanderungen vornehmen und auch mal in einer Hütte bei Kaminfeuer schlafen.
    Meinst du komfortabler Bulli und aber doch Abenteuer Zelten, Feuer machen und Hüttenwanderungen etc. sind gut vereinbar?
    Viele Grüße Jacky

  3. Hallo Timo!
    Ich(19) plane mit einer Freundin (20) diesen Spätsommer 2 Wochen zelten in Norwegen – genauer gesagt haben wir Hardangervidda und Trolltunga anvisiert. Denkst Du, ein -3°-Komfortschlafsack passt Ende August da oben?
    Sind beide wanderfit und sehr motiviert, die 300€-Marke (ohne Flug) nicht zu überschreiten! Klingt das realistisch für dich?
    Vielen Dank schonmal,werde mich sehr an deiner Packliste und deinen anderen Beiträgen orientieren! Lg

    • Hey Rebekka,
      ich denke, im August sollte das ausreichen, im Notfall zieht ihr euch ein paar Klamotten mehr an – erfrieren werdet ihr damit zumindest nicht 😉 300 Euro pro Person für zwei Wochen Norwegen sind sehr sparsam, aber auf jeden Fall möglich. Schaut euch mal diesen Artikel an – die beiden haben in 53 Tagen Norwegen nur 700 Euro ausgegeben. Geht alles, wenn man nur wirklich will, oder muss 😉
      Auf jeden Fall hört sich das nach einem sehr coolen Plan an! Ich wünsche euch viel Spaß!

  4. Hallo Timo,
    ich plane diesen Sommer mit meiner 9 jährigen Tochter eine Backpacking Tour durch Norwegen zu machen. Start soll Oslo sein und dann Richtung Süden. Deine Liste ist echt eine super orientierung. Ich habe so eine Reise noch nie gemacht, habe da aber so wahnsinnigen Bock drauf. Nehme auch noch hier aus den Kommentaren einiges an Tips mit. Danke dafür!

    Lg,
    Sabrina

  5. Hallo Timo,
    seit ich mit meiner Familie Sommer 2013 in Schweden und Sommer 2016 in Norwegen verbracht habe, bin ich ein großer Fan von Skandinavien. Da ich diesen Sommer gerne eine Backpacking Tour machen möchte, ist mir natürlich sofort Norwegen eingefallen – wunderschöne Landschaften und man darf sein Zelt quasi überall aufschlagen.
    Jetzt stoße ich aber an ein kleines Problem:
    Ich bin ein erst 17 jähriges Mädchen und werde auch erst im November 2017 volljährig. Prinzipiell recht sportlich unterwegs, ich gehe viel Wandern/Mountain Biken und habe auch schon beim Zelten (inkl. Kochen) Erfahrungen gesammelt. Nur so eine große Tour habe ich noch nicht gestartet, vor allem ohne meinen Eltern. Geplant war, dass ein volljähriger Freund von mir mitkommt. Dieser hat sich aber eine ordentliche Sportverletzung zugezogen und wird bis dahin sicher nicht fit genug für die Tour sein. Natürlich bin ich auf der Suche nach „Ersatz“, also einer Person, die Lust auf eine Backpacking Tour mit mir hätte, aber mein Freundeskreis ist nicht all zu wanderbegeistert. Es gäbe zwar einige, die sehr reiseinteressiert sind, denen ich aber ganz ehrlich gesagt nicht zutrauen würde, mit schwerem Gepäck durch die Gegend zu stapfen. (werde mich aber auf jeden Fall noch weiter durchfragen!!)
    Mich persönlich würde es ja unglaublich interessieren alleine zu reisen. Bin prinzipiell ein bisschen eine Einzelgängerin und bin recht glücklich, wenn ich alleine in der Natur unterwegs bin. Habe keine Probleme mit fremden Menschen zu reden und den Mund aufzumachen. Aber das ist als 17 jähriges Mädchen wahrscheinlich weniger ratsam, oder?
    Außerdem würde mich interessieren (falls ich die Reise durchziehe) wie lange du bei deiner ersten Backpacking Tour wandern würdest? Ich habe noch keine genauen Pläne wohin ich möchte, weil ich mir erstmal einen Zeitraum eingrenzen möchte. 2,5 Wochen? Zu kurz, zu lang? Würde hauptsächlich im Zelt übernachten und auch mal einen Tag einfach an einem schönem Platz bleiben und Pause machen. Möchte auch keinen zu strikten Zeitplan, sondern eben auch mal spontan länger an einem Ort bleiben können.
    Vielleicht hast du kurz Zeit, auf meine Fragen einzugehen. Würde mich sehr freuen!
    Die Seite ist übrigens sehr hilfreich, danke dafür 🙂

    • Backpacking ja, wandern auf gar keinen Fall allein. Selbst in der Umgebung von Bergen kann es sein das du je nach Wetter nur am we andere Leute auf den Wanderwegen triffst. Über Couchsurfing findet sich aber bestimmt eine Begleitung in Bergen und in Flam gab es geführte Touren (Denke das wirds für andere Tourigebiete also auch geben). Dein Gepäck sollte nicht schwerer als 14kg sein, denn je nach Gegend ist das Gelände eher mit Bergsteigen als gemütliches spazieren gehen zu vergleichen *g* Also entweder Tagestouren mit kleinem Zusatzrucksack oder Ausrüstung reduzieren. Zur Länge: Bis das Geld ausgeht XD

    • Hi Sophie,
      ich sehe das ähnlich wie Andi: Wenn deine Eltern bei der Idee mitspielen, spricht meiner Meinung nichts dagegen, hier alleine unterwegs zu sein. Norwegen ist eines der sichersten Länder der Welt, jedermann spricht hier ein sehr vernünftiges Englisch. Nur das mit dem Wandern: Die Wildnis ist hier echt nicht ohne, man hört hier immer wieder von Unglücken. Meist sind das übrigens Touristen, die die Gefahren hier unterschätzen: Die Natur ist hier noch deutlich wilder und damit auch gefährlicher, als wir das von Deutschland aus kennen! Die Norweger halten sich übrigens ziemlich strikt an ihre neun Bergregeln!
      Ich würde übrigens auf jeden Fall auch ein bisschen Budget für Hostels einplanen – über Wochen ausschließlich im Zelt zu schlafen, kann ziemlich anstrengend werden, gerade, weil das Wetter hier echt unberechenbar ist. Da tut zwischendurch eine Pause auch mal ganz gut – außerdem sind die Städte auch echt sehenswert hier oben. Du solltest dir auch die Seiten des Norwegischen Wandervereins anschauen – da gibt es zum Beispiel sehr günstige Wanderhütten, die genau an den schönsten Strecken liegen.
      Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß! Wenn du noch weitere Fragen hast, meld dich einfach nochmal 🙂
      Beste Grüße, Timo

    • Hey Sophie!

      Echt cool das man auch Leute trifft die das gleiche Vorhaben!

      Ich bin auch 17 und starte bald meine erste backpacking Tour. Bei mir soll es von Lettland hoch nach Finnland über Schweden und dann weiter nach Norwegen gehen.

      Habe ebenfalls vor nahezu ausschließlich im Zelt zu schlafen. Einfach auch wegen den Kosten haha 😅

      Ich hatte vor die Tour alleine zu machen, aber vielleicht hast du ja Lust, das wir uns unterwegs treffen und ein paar Tage zusammen zu laufen? 😊

      Würde mich echt freuen dich unterwegs zu treffen 😊

      Tobi

  6. Hallo Timo,

    Ich bin nun schon länger dabei meine Wanderung durch Norwegen zu planen. Dabei ist mir dein Blog eine riesen Hilfe.
    Danke dafür!!
    Für meinen Tripp plane ich jedoch im nächsten Jahr knapp 2 Monate in Norwegen, von Juni bis ende Juli, zu verbringen. Dabei will ich teils auf ein Zelt zurück greifen, teils aber auch in Hostels schlafen.
    Meine bisherige Route sieht vor, von Oslo über Bergen nach Trodnheim zu wandern. Von Trondheim will ich dann den St. Olavsweg zurück nach Oslo nehmen, wenn alles gut läuft.
    Persönlich habe ich gute Wandererfahrungen da ich jedes Jahr im Sommer etwa eine Woche hier in Deutschland wandern bin und privat auch viel wander.

    Meine Fragen sind daher die Folgenden:
    -Hältst du die Strecke in der Zeit für machbar? Sollte ich mehr/weniger Zeit einplanen? Sind zwei monate auf Wanderschaft vielleicht allgemein zu lang?
    -Sollte ich einen Reisepass beantragen, da Norwegen nicht in der EU ist oder reicht mein normaler Personalausweis?
    -Brauch ich eine Reisekrankenversicherung?
    – Wie viel Geld sollte ich etwa zur seite legen für eine derart lange Reise? (ich bin ziemlich sparsam und genügsam, aber in Norwegen ist alles etwas teurer!?)

    Ich hoffe ich überschütte dich nicht mit zuvielen Fragen auf einmal.
    Vielen Dank im Vorraus

    Jonas

    • Moin Jonas,
      ein ambitionierter Plan! Ich fürchte allerdings, dass du diese Strecke nicht in zwei Monaten schaffst. Das müssten ja schon fast 2000 Kilometer Luftlinie sein – das heisst, wandernd noch einmal deutlich mehr. Mehr als 20 Kilometer pro Tag würde ich auf keinen Fall einkalkulieren. Da würde ich also an deiner Stelle eine deutlich kürzere Wanderroute anvisieren.
      Ich habe bei Reisen nach Norwegen meinen Pass meist dabei, einfach um auf Nummer Sicher zu gehen. Eigentlich gehört Norwegen zum Schengen-Raum und der Perso müsste deshalb reichen – aber es kann ja immer mal vorkommen, dass irgendwo eine Sicherheitsstufe erhöht wird…
      Du brauchst auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung! Ich bin ganz sicher kein großer Fan von Versicherungen, aber ohne Reisekrankenschutz reise ich wirklich nie. Ich war bei Reisen meist bei der Hanse Merkur, gut und günstig!
      Zu den Kosten: Ich würde für mich selber ehrlich gesagt mindestens etwa 25-30 Euro pro Tag einkalkulieren. Je nachdem, wie oft du in Hostels schläfst, wird das dann nochmal teurer. Denk auch an Couchsurfing, das klappt in den norwegischen Städten ganz gut! Hier gibt es einen Bericht von Leuten, die unter 15 Euro pro Tag geblieben sind – da muss man aber schon echt hart zu sich selber sein!
      Ich wünsche dir eine fantastische Tour – wenn du weitere Fragen hast, melde dich einfach kurz!
      Beste Grüße,
      Timo

  7. Hallo,
    ich lese hier gerade deine Packlist und möchte dir einen Tip für ein Zelt geben:
    Wir kauften uns vor ca. 2 Monaten das Big Agnes Copper Spur UL4 (für 2 Personen ist das Zelt wirklich ein Palast). Es wiegt gerade mal etwas über 2Kg und das Packmaß ist auch in Ordnung, passt wunderbar in meinen Rucksack, die Stangen befestige ich draußen. Sicherlich hätte auch das UL3 gereicht aber da ich sonst mit einem Familienzelt unterwegs war (3,5×5,5m), ist das jetzt wirklich eine extreme Verkleinerung und ich bin über viel Platz immer sehr dankbar.
    Es hat genügend Kopffreiheit um auch mal zu zweit einen Tag sitzend im Zelt zu verbringen und hat sehr komfortable Zugänge auf beiden Seiten.
    Es kostet zwar ein paar Euro mehr aber es hat sich schnell bezahlt gemacht. Trotz des dünnen Stoffs keinerlei Wassereinbruch (selbst bei einer Pfütze die sich direkt unter dem Zelt gebildet hat. Den Footprint sollte man sich dazu bestellen- der Stoff ist zwar sehr robust, dafür dass er so dünn ist aber sicher ist sicher.

    Hier der Link zu dem Zelt: https://www.globetrotter.de/shop/big-agnes-copper-spur-ul4-232812-terra-cotta-silver

  8. Hallo Timo,

    ich werde in etwa zwei Wochen auf nach Norwegen aufbrechen. Ich hätte da noch ein paar Fragen..

    Wie sieht es mit Trinken aus? Nutzt du hier eine Trinkflasche? Es gibt ja an vielen Stellen Wasser, jedoch bin ich mir nicht sicher ob man beispielsweise mit einer 750ml Flasche durchkommt…Tipps? Habe gerade diese hier im Auge: https://www.amazon.de/Jerrybox-Trinkflasche-Medizinisches-Wasserflasche-Auslaufsichere/dp/B01FVRXK12/ref=sr_1_49?ie=UTF8&qid=1469543647&sr=8-49-spons&keywords=trinkflasche+outdoor+leicht&psc=1

    Wie viel Kilo hast du in etwa immer dabei? Wir planen über mehrere Tage hinweg zu wandern und im Zelt/Hütte zu schlafen.

    Liebe Grüße,
    Martin

    • Hallo Martin,
      ich bin bislang immer mit einer 0,7-Flasche ausgekommen – hier gibt’s echt an jeder Ecke Wasser und wenn man drauf achtet, immer aufzufüllen und das Zelt abends in der Nähe eines Baches oder Sees aufzuschlagen (zum Waschen, Abwaschen), dann reicht das aus. Ich habe zwar irgendwo eine „richtige“ Trinkflasche herumfliegen, schnappe mir aber meistens einfach eine PET-Flasche, tut’s auch!
      Wenn ich mit voller Campingausrüstung unterwegs bin, versuche ich mit 12 Kilo Gepäck auszukommen. Grundregel: Man freut sich über jedes Gramm, das man nicht dabei hat!
      Viel Spaß,
      Timo

      • Hi Timo,

        vielen Dank für die rasche Antwort!
        Dann hoffen wir mal das alles gut geht 😉

        Liebe Grüße,
        Martin

  9. Hallo Timo ,
    Meine Freundin und ich möchten ziemlich spontan einen Wanderurlaub in Norwegen starten.
    Für zwei Organisationstalente (nicht)haben wir uns denke ich gut vorbereitet und soweit alles organisieren können. Jedoch haben wir es verschwitzt eine Kreditkarte zu besorgen und in der kurzen Zeit lässt sich auch keine mehr auftreiben.
    Würdest du uns abraten ohne Kreditkarte zu reisen, da wir sehr oft lesen konnten das in Norwegen fast alles mit Kreditkarte bezahlt wird.

    Schon mal vielen Dank für deine Hilfe!

    • Moin Jan,
      so spontane Entscheidungen mag ich – und unser Talent für Planung und Organisation teilen wir wohl auch 😉 Ich würde euch auf keinen Fall abraten: In den allermeisten Läden werden auch die normalen deutschen EC-Karten akzeptiert. Für den Fall, dass das mal nicht so sein sollte, würde ich mir aber eine kleine Bargeldreserve einpacken. Im Zweifel wird es dann vielleicht mal ein bisschen teurer, oder jemand guckt mal ein bisschen komisch, weil er lieber Plastikgeld hätte – im Endeffekt ist Bargeld dann doch noch immer ein offizielles Zahlungsmittel.
      Aber wann geht des denn los? Kreditkarte von der DKB war bei mir innerhalb von einer Woche im Postkasten…
      Beste Grüße und vor allem: Viel Spaß!
      Timo

      • Hey Timo ,
        Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
        Dann kann ja hoffentlich nichts mehr schief gehen.
        Es soll schon am Donnerstag losgehen 😬
        Übrigens eine echt klasse Seite hier, sie hat uns richtig geholfen.

        Danke nochmals 😉

  10. Vermutlich nicht mehr aktuell, ansonsten guck dir mal das MSR Elixir 2 an, da passen zwei größere Kerle bequem rein, es ist ziemlich leicht, geräumig und hat tausend nette Details. Ist der etwas günstigere Bruder vom Hubba

  11. Hallo Timo,
    Ich habe im Juli vor für 2 Wochen nach Norwegen zu fahren. Ich bin als Frau alleine unterwegs. Ist es ratsam auf eigener Faust mit Null Wandererfahrung sich auf die Reise zu begeben. Mein Budget ist begrenzt und demzufolge überlege ich ins Hostel mich einzuquatieren. Brauche dringend dein Rat. Reise Ziel wäre Geirangerfjord .

    Viele grüße
    Meri

  12. Hallo Timo,

    mir ist aufgefallen, dass Du keine Karten im Gepäck erwähnst. Konkret wird sie im Wanderführer erwähnt, dass ist auch absolut ok. Für meine Norwegen-Planung stehe ich vor der Entscheidung ob ich mit topografische Karten, oder eine GPS-Gerät kaufen soll. Benötigen werde ich 2-3 Karten a 25€. Ein GPS-Gerät (z.B. Garmin Dakota) schlägt mit 160€ zubuche, die Karten über OpenTopoMap sind jedoch kostenlos. Über 2-3 Reisen ist ein solches GPS-Gerät daher einen Blick wert.
    Nun meine eigentliche Frage, hast Du Erfahrungen mit einem solchen GPS-Gerät? Falls ja, taugen sie etwas, oder ist eine Karte vorzuziehen?

    Bereits im Voraus vielen Dank und viele Grüße

    Sven

    • Hallo Sven,
      Karten sind natürlich recht wichtig, gerade zum Wandern oder anderen Aktivitäten in der Natur!
      Ich selber habe kein GPS-Gerät und bin meist mit Papierkarten unterwegs. Habe so ein Gerät aber einmal probiert, als ein Wanderfreund eines dabei hatte: Auf jeden Fall machen die Dinger Spaß – wenn man generell ein Kartenfreund ist. Und du nennst den Vorteil: Einmal gekauft, kann man sich anschließend jede Menge Karten draufladen und die Investition macht sich bezahlt (vielen Dank an dieser Stelle für den OpenTotoMap-Tipp, die Seite kannte ich noch nicht, cool!).
      Nachteil ist zusätzliches Gewicht und eine zusätzliche Wertsache, auf die man unterwegs aufpassen muss – ich passe immer ein wenig auf, dass ich neben Kamera (und bei mir Laptop) nicht zu viele elektronische Gadgets mit mir herumschleppe.
      Am Ende ist es also meiner Meinung nach eine persönliche Entscheidung und ein bisschen Geschmackssache…
      Wohin gehts in Norwegen und was hast du geplant?

      Beste Grüße, Timo

      • Hallo Timo,

        danke für das sehr schnelle Feedback. Wir werden lediglich mit Kamera (Sony A6000) und Smartphone reisen. Eine Powerbank ist bereits eingeplant. Die ca. 200 Gramm Zusatzgewicht lassen sich verschmerzen, zumal Karten ebenfalls etwas wiegen und voraussichtlich mehr Platz einnehmen. Ich werde es einfach mal testen. Im schlimmsten Fall habe ich 80€ mehr als für die Karten gezahlt. Das Gerät könnte ich im Nachgang noch immer verkaufen…
        Zur Reise, wir werden uns in der Region Hardangervidda aufhalten. Die genaue Route ist noch nicht geplant. Es wird aber voraussichtlich eine Kombination aus HAR87/HAR88/HAR89 mit einem Abstecher über die HAR63/HAR91 zur Trolltunga (muss man ja schon mal hin!). Die Wege sind sehr schön in OpenTopoMap hinterelegt. Was danach passiert ist noch offen, kommt auch auf die Zeit an die wir noch haben (Daher auch 2-3 Karten). Wir wollen nicht alles bis ins letzte Detail planen sonder ggf. auch flexibel reagieren (Stichwort Freizeitstress). Reisezeitraum ist August. Übernachten möchten wir im Zelt und teilweise auch in Hütten. D.h. wir reisen mit relativ großem Gepäck. Falls Du für die Region noch spezielle Tipps hast, immer her damit 🙂

          • Hallo Timo,

            ich schulde Dir/den anderen Lesern noch einen kurzen Report zu meiner Reise und auch dem GPS.

            Zunächst zu meiner Entscheidung ein GPS statt der Karten einzupacken. Ich kann ein GPS sehr empfehlen. Die Nutzung ist simpel und man kann große Flächen abdecken (kann wichtig werden). Man muss sich aber, zumindest aus meiner Sicht, vorher mehr Gedanken machen. Die Übersicht die man mit einer großen Karte hat, ist hier natürlich nicht gegeben. Alles in allem gibt es gegenüber der Karten trotzdem einen Daumen nach oben.

            Nun zu meiner Reise selbst. Ich habe viel gelernt!
            Erstens, dass man nicht mit einem 23 Kilo Rucksack zur Trolltunga aufsteigen sollte. Zumindest hat es mich und auch meine Freundin (16 Kilo) ziemlich an unsere Grenzen gebracht. Wir hatten unser Essen für die gesamte Tour dabei (bitte nicht fragen was mich bei dem Gedanken geritten hat). Lieber nur für 2-3 Tage planen und in den Hütten nachkaufen. Des Weiteren würde ich mir eher im Voraus 2-3 Kilo „anfressen“. Auch hatten wir zu viel Kleidung dabei. Alles in allem hätte ich runde 4-5 Kilo und meine Freundin runde 3 Kilo zuhause lassen können. Damit hätte der Aufstieg auch mehr Spaß gemacht 🙂
            Zweitens, das Wetter in Norwegen ist unberechenbar. Wir waren im August in Norwegen. Genauer gesagt in der Hardangervidda. Als wir nach unserem Aufstieg an der Trolltunga angekommen waren, hat uns die Trolltunga einen ######## interessiert. Schneeregen, peitschender Wind und Temperaturen um die Null Grad haben die Aussicht zur Nebensache gemacht. Wichtiger war es, dass wir einen geeigneten Platz zum zelten fanden. Ging dann auch, war aber nicht einfach, da der ganze Boden sumpfig war. Wir haben den Böen getrotzt, indem wir unser Zelt zusätzlich mit Steinen beschwert haben. Hat super funktioniert, die Nacht war trotzdem unruhig. Fragt mich jemand ob es sich gelohnt hat, so antworte ich mit einem grinsen! Richtig knifflig wurde es erst am nächsten Tag. Unser Weg sollte uns nach Tyssevassbu führen. Den Weg haben wir auch gefunden, leider endete er vor einer Felswand. Links davon ein See (der Weg sollte eigentlich an dessen Ufer verlaufen), rechts davon ein steiler Hang mit einer Schneedecke von 2-3 Metern. Durch den See schwimmen (ohne Boot) war bei den Temperaturen nicht möglich. Der Hang mit unserer Ausrüstung und dem Gepäck nicht zu erklimmen. Nun, was tun? Ich sollte erwähnen, dass der Sturm inzwischen noch etwas anfahrt aufgenommen hatte. Nach längerem Beratschlagen was wir tun können, haben wir in unserer Verzweiflung das iPhone gezückt. Voller Empfang! Wir haben später erfahren, dass es seit Ostern 2016 Netz an der Trolltung und in der Umgebung gibt. Nach der Prüfung des Wetterberichts sind wir dann zu dem Schluss gekommen, dass wir absteigen. Für die Region gab es eine Sturmwarnung in Orkanstärke. Der neue Plan, wir steigen ab und versuchen einen oder zwei Tage später (da sollte das Wetter wieder besser werden) einen neuen Anlauf und beginnen die Route nochmal in abgewandelter Form (dank GPS und alternativer Route kein Problem). Also haben wir uns auf nach Kinsarvik gemacht um dort zu übernachten und einen neuen Versuch zu starten. Einen Tag später dort angekommen, sagte man uns jedoch, dass der Aufstieg in den nächsten 3-4 Tagen nicht möglich sein! Nach einem längeren Gespräch mit der netten Dame der Touristeninformation haben wir das Kapitel Hardangervidda ad acta gelegt. In weiteren Gesprächen mit einigen Einheimischen, die Norweger sind wirklich sehr nett, sagte man uns, dass wir dummerweise einen der schlechtesten Sommer der letzten Jahr bzw. Jahrzehnte erwischt hatten. Das erklärte dann auch, weshalb unser Weg nach Tyssevassbu in einem See endete.

            Ich fasse kurz zusammen, eigene Dummheit (oder Unerfahrenheit) und bescheidenes Wetter haben uns trotzdem einen abenteuerlichen Urlaub beschert. Die weiteren Tage haben wir natürlich auch in Norwegen verbracht, jedoch in anderen Regionen (erwähnte ich bereits unser GPS mit den Karten?). Wenn ich an den Urlaub denke, dann lächele ich. Meine Freundin übrigens auch. Die geplante Route werden wir ein weiteres Mal in Angriff nehmen, dann aber mit geänderten Vorzeichen.

            Viele Grüße

            Sven

          • Moin Sven, schön nochmal von dir zu hören – und vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht! Du scheinst da echt eine richtig klassische Norwegen-Wander-Erfahrung gemacht zu haben! Mit klassischem Wetter und auch klassischen Fehlern – ich glaube, vom „Überpacken“ kann jeder berichten, der mal wandern war 😉 So richtig kann man sich dann erst vorstellen, was man alles nicht braucht, wenn man es auf dem Rücken den Berg hochschleppt. Super, dass du auch die richtige Einstellung an den Tag legst: Aus Fehlern lernt man und Spaß hat man auch, wenn es regnet und anstrengend wird!
            Deine GPS-Erfahrungen finde ich auch spannend, du machst mich heiß auf so ein Gerät!
            Beste Grüße und vielen Dank für dein Feedback,
            Timo

  13. Hallo Timo!
    Ich fahre dieses Jahr nach Norwegen und habe auch ein paar Fragen an dich.
    Leider haben wir nicht viel Urlaub deshalb haben wir jetzt mit 10 Tagen geplant. Wir wollen uns Preitesolen, Kjerag und Trolltunga ansehen. Ist das Anfang Mai gut möglich? Auf einigen Seiten stand, das im Mai noch viel Schnee liegen kann.
    Um das mit dem Gepäck etwas zu entspannen haben wir gedacht wir fahren mit dem Auto von Deutschland über Dänemark nach Norwegen und wandern nur die einzelnen Touren, zelten unterwegs oder suchen uns eine Hütte. Muss man die Hütten immer vorher buchen?
    Bei einigen stand sie seien sehr beliebt und man solle lieber buchen. Wir wollten uns aber nicht so auf die Tage festnageln lassen und eher spontan gucken wie weit wir kommen.
    Ich hoffe du hast ein paar gute Tipps für mich!
    Lg

    Malayn

    • Hey Malayn,
      die Wanderungen, die du dir ausgesucht hast, sind Anfang Mai risikoreich. Ich war im letzten Jahr im Mai am Preikestolen – da war es fast schneefrei, ich hatte eine tolle Wanderung. Eigentlich wollte ich damals auch zum Kjerag, was aber komplett unmöglich war, viel zu viel Schnee. Auf der Trolltunga war ich Anfang Juni – da ging es gut. Aber auch hier kann es im Mai zu verschneit sein. Ich an deiner Stelle würde versuchen, deinen Norwegen-Urlaub in den Juni zu verlegen, da kannst du die drei Wanderungen ziemlich sicher unternehmen.
      Mit dem Voraus-Buchen ist es so eine Sache: Ich selber buche nur sehr selten im Vorraus, eben, weil ich gerne spontan bleibe. Das kann allerdings auch schief gehen, da sollte man einen Plan B (Zelt) dabei haben.
      Liebe Grüße und viel Spaß!

  14. Hallo Timo,

    ganz großes Kompliment zu Deiner Seite. Da es mich evtl. nächstes Jahr auch nach Norwegen zieht, habe ich mir hier schon einmal viele Tipps geholt und werde mit Sicherheit noch öfters vorbei schauen 🙂
    Mach weiter so!!!

    VG Paddi

  15. Hallo Timo,

    danke für deine Packlisten, sehr interessant. Besonders sympathisch finde ich den Muss-nicht-teuer-sein-Ansatz. Allerdings gestehe ich, selbst auch schon mal richtig Geld auszugeben für ein Teil, was ich einfach in der Ausführung „super zuverlässig“ haben will.
    Ich weiß nicht, ob die Sache mit dem 2-Mann-Zelt noch aktuell ist – ein entscheidender Faktor ist ja immer der Einsatzbereich und der eigene Wunsch nach Raumkomfort. Ich selbst bin mit 1,96m recht groß geraten und habe mich deshalb für das MSR Hoop entschieden. Ist mit ca. 2,5 kg nicht gerade der leichteste Kandidat, hat aber einige entscheidende Vorteile:
    1. freistehende Konstruktion (Hering in den Felsboden? na viel Spaß …), die durch optionale Stangen hergestellt wird. Ist man sich sicher, dass man auf dem anstehenden Trip das Zelt immer gut abspannen kann, lässt man die Stangen einfach zuhause und spart schon mal knapp 200g.
    2. Raumwunder: 2,35m Länge, steile Zeltwände, der Kopf hat auch Platz – da kann man notfalls schon mal einen Tag abwettern, ohne dass man gleich wahnsinnig wird.
    3. super Belüftung: Nichts ist schlimmer als ein stickiges Zelt (na gut: ein undichtes Zelt …)
    4. Preis-Leistungs-Verhältnis: OK. Hatte auch schon mit der schwedischen Edelmarke geliebäugelt. Aber für das Geld kann ich mir 2 MSR-Zelte kaufen :-))

    Nur mal so als Schlaumeier-Kommentar zu deiner Antwort an Sara (s.o.): Dass eine Regenjacke durchscheuert kann tatsächlich passieren. Vielleicht nicht gleich beim 1. Trip, aber es gibt mittlerweile viele Produkte auf dem Markt, die entweder gnadenlos auf Leichtgewicht getrimmt sind oder aber die Lagen sind nicht miteinander verbunden. Man sollte also zu einer robusten 3-Lagen-Jacke greifen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ein guter Ausrüster weist auf sowas allerdings auch hin.

    So, das waren meine geballten Weisheiten – von einem Hamburger zum anderen.

    LG,

    Robert

    • Moin Robert!
      danke für deine vielen Tipps! Das mit dem Zweimannzelt ist noch immer aktuell – ich konnte die notwendige Kohle dafür noch immer nicht entbehren 😉 Klingt aber nach einer echt ordentlichen Lösung, das MSR Hoop. Ich hatte mir eh vorgenommen, auf das „freistehend“ zu achten.
      Und du hast Recht: Bei aller Sparsamkeit, kann man auch mal ein bisschen mehr Geld ausgeben. Vor allem, weil hochwertige Ausrüstung auch einfach Spaß macht 😉
      Dass Regenjacken durchscheuern, ist mir wirklich noch nicht untergekommen! Man lernt nie aus…
      Beste Grüße in die schönste Stadt der Welt!
      Timo

  16. Hallo Timo.
    Mir ist schon klar das dies hier kein Frageforum ist.
    Dennoch hoffe ich das du mir vielleicht weiterhelfen kannst, oder mir vielleicht eine Adresse geben kannst wo ich erfahrene Wandere über solche Dinge befragen kann.
    Meine Freundin und ich werden diesen Sommer für sechs Wochen mit dem Zelt durch Norwegen wandern. Nach dem, was wir anhand unseres Gewichtes ausgerechnet haben, dürfen, und vor allem können, wir beide allerdings nicht mehr als 12 Kilo tragen. Das stellt mit Zelt, Gaskocher und allem drum und dran allerdings eine große Herausforderung da. Daher versuchen wir überall zu sparen wo es nur geht.
    Und da stellt sich mir seit neuestem die Frage nach den Jacken. Denn jeder behauptet etwas anderes…
    Zum einen wurde uns erzählt, das eine Regenjacke, durch die Riemen des Rucksacks, schnell mal an den Schultern durchscheuert. Kann das wirklich passieren? Und soll ich dann wirklich zusätzlich eine zweite, stabilere Jacke einpacken? Denn eine Regenjacke brauche ich ja auf jeden Fall. Und zwei Jacken sind mir eigentlich zu viel. Oder was währe vielleicht eine Alternative?
    Die zweite Sache ist die Frage nach einer Isomatte. Ohne könnte es wohl sehr hart auf dem Boden werden aber wie viel wiegt so ein Ding wirklich? Und könnte man im Notfall auch darauf verzichten?
    Du siehst, wir sind noch nicht sehr bewandert in diesen Dingen. Es ist immerhin auch unsere erste lange Wanderung.
    Ich hoffe sehr das du mir, als erfahrender Norwegenreisender, behilflich sein kannst.
    Liebe Grüße Sara.

    • Hey Sara,
      zunächst einmal: Dies ist (auch) ein Frageforum 😉
      Ich habe immer eine Regenjacke und eine Softshelljacke dabei. Dass die Regenjacke durchscheuert, darüber würde ich mir nicht so viele Gedanken machen: Solange du keinen richtig billigen Ramsch aus dem Chinaladen kaufst, musst da dafür schon so manches Land durchwandern 😉
      Allerdings kann es im Sommer schon noch frisch werden in Norwegen, so dass ich ich auf die Regenjacke alleine nicht verlassen würde. Softshells sind perfekt: Leicht, wasser- und windabweisend, gemütlich. Wenn du eine gute Softshell findest, kannst du evlt auch ganz ohne Regenjacke auskommen, musst du dich halt informieren, wie wasserdurchlässig die wirklich ist.
      Bei den Isomatten kann man streiten. Man KANN schon drauf verzichten, die Frage ist, ob man das WILL. Du willst ja auch sechs Wochen drauf schlafen – schon ärgerlich, wenn du dann immer Schlafprobleme hast. Rückenprobleme durch den schwereren Rucksack sind aber auch doof… das ist immer schwierig zu entscheiden. Ich habe so eine Isomatte (hier) und die nochmal ein bisschen leichter gemacht, indem ich sie verkürzt habe. Also einfach abgeschnitten, etwa auf Kniehöhe. Die Füße können auch auf dem Rucksack oder irgendwelchen Klamotten liegen und so spart man nochmal ein paar Gramm.
      Generell solltest du auf jeden Fall bei den Klamotten „zwiebeln“. Merinowolle lohnt sich sehr, weil die nicht anfängt zu stinken. So braucht man da jeweils wirklich nur ein Teil, höchstens zwei.
      Ansonsten würde ich dir, da es deine erste Wanderung ist, wirklich empfehlen, das ganze locker anzugehen. Setze dir auf keinen Fall zu hohe Tagesziele! Dann wird das nur stressig und unnötig anstregend. Man landet hier in Norwegen auch immer wieder an genialen Plätzen mit Seen oder Wasserfällen – plane ein, dass du an so einem Platz auch gerne mal einfach einen Tag herumliegen und deine Blasen pflegen willst 😉
      Dann gibt es hier Wanderhütten. Da kann man auch mal in einem Bett (oder auf einer Matratze) schlafen. Auch, wenn es regnet (worauf du gefasst sein musst!), kann das mal für eine Nacht sehr angenehm sein. Infos dazu findest du beim norwegischen Wanderverein, die sind sehr hilfsbereit.
      Abgesehen von diesen Vorüberlegungen kann ich nur eines sagen: Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung!!! Sechs Wochen Wandern in Norwegen – das wird garantiert ein geiler Trip!
      Wenn du mehr Fragen hast, melde dich gerne – ansonsten kannst du ja mal Bescheid sagen, wie es war, das würde mich freuen.
      Viel Spaß!
      Timo

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