Interview: Per Anhalter nach Indien

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Per Anhalter nach Indien

„Per Anhalter von Deutschland nach Indien“ – diese Schlagzeile entdeckte ich vor einigen Monaten bei nuestra-america.de – einem meiner deutschen Lieblingsblogs. Morten und Rochssare berichten dort über ihre Abenteuer – die meistens per Anhalter statt finden. Ihr letzter großer Trip dauerte zwei Jahre und führte sie per Anhalter quer durch Südamerika, jetzt kündigten sie ihr nächstes großes Abenteuer an:

Von Deutschland wollen wir auf dem Landweg bis nach Indien. Etwa 5.800 Kilometer Luftlinie, denen wir noch etliche Kilometer kreuz und quer auf der Erde hinzufügen werden. Wie gewohnt per Anhalter – soweit es möglich ist. Diesmal reisen wir mit einem Zelt, das uns noch etwas flexibler macht. Doch auch auf Couchsurfing wollen wir nicht verzichten. Zu großartig sind die Erfahrungen, die wir bisher mit diesem Netzwerk gemacht haben.

Wer hier regelmäßig mitliest, ahnt vielleicht, dass so eine Reise absolut nach meinem Geschmack ist!

Seitdem verfolge ich die beiden also extrem gespannt und so regelmäßig wie möglich. Mittlerweile sind sie im Iran angekommen und es ist Zeit für ein erstes Zwischenfazit:

Per Anhalter nach Indien – das Interview

Als Paar per Anhalter reisen

Ihr seid jetzt ja ungefähr seit vier Monaten zu zweit unterwegs – habt ihr euch schon mal richtig gezofft? Wenn ja, worum ging’s?

Hallo Timo, da hast du dir ja gleich zu Beginn eine ganz persönliche Frage ausgedacht. Aber du glaubst gar nicht, wie oft uns diese Frage gestellt wird.

Wir sind mittlerweile vier Monate unterwegs und 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche zusammen. Wie sich jeder denken kann, bleiben da kleinere Meinungsverschiedenheiten natürlich nicht aus. So richtig gezofft haben wir uns aber bisher noch nicht. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir uns mittlerweile sehr gut kennen. Immerhin sind wir ja bereits zwei Jahre per Anhalter durch Südamerika gereist. Wir wissen was uns erwartet, wenn wir zusammen unterwegs sind und können uns aufeinander einstellen ( → Hier findest du einen Beitrag über Trampen in Südamerika!).

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Manchmal rasseln wir trotzdem aneinander. Stell dir vor du stehst an einer Straße ohne Verkehr, es beginnt zu regnen, du hast keinen Unterstand, es ist kalt und windig. Die wenigen Autos, die vorbei kommen, rasen an dir vorbei, ohne dass dich der Fahrer eines Blickes würdigt. Das legt sich dann auch auf die Stimmung. Aber wir wissen mit solchen Situationen mittlerweile bestens umzugehen.

Ich frage, weil ich selber bislang immer nur alleine getrampt bin. Wie reagieren denn die Fahrer, wenn zwei Leute am Straßenrand stehen?

Wir sind ja nicht nur zu zweit, wir stehen auch noch als Paar am Straßenrand. Das ist vermutlich die effektivste Kombination, um von Autofahrern mitgenommen zu werden. Wir sind schon so oft von Menschen mitgenommen worden, die ohne uns wohl nie auf die Idee gekommen wären, Tramper vom Straßenrand einzusammeln. Das wird uns immer wieder bestätigt.

Ein Mann alleine an der Straße, oder vielleicht sogar zwei Männer, verunsichern offensichtlich einige Fahrer. Aber einem Paar vertrauen die Menschen. Wenn wir Autofahrer an Tankstellen ansprechen und nach einer Mitfahrt fragen, lassen sich viele vor allem dadurch überzeugen, dass die zweite Person eine Frau ist. Als Paar machen wir einfach keinen gefährlichen Eindruck.

Route per Anhalter nach Indien

In eurem Blog habt ihr im Vorhinein eure Reiseroute ziemlich genau dargelegt und haltet euch bislang – für mich überraschend – ziemlich genau daran. Wie intensiv habt ihr dieses Abenteuer geplant?

Unsere Planung war ehrlich gesagt wirklich rudimentär. Wir haben uns angesehen durch welche Länder wir müssen, um von Deutschland auf dem Landweg nach Indien zu kommen. Dann haben wir Linien von einer Hauptstadt zur nächsten gezogen und sind so durch Osteuropa gekommen. Weil unsere Pakistan-Visa bereits seit der Abreise im Pass kleben, haben wir unsere Reise vor allem nach der Gültigkeit dieser Visa geplant. Wir wollten schnell durch Osteuropa, um viel Zeit in der Türkei und im Iran zu verbringen.

Unseren Türkeiaufenthalt haben wir einigermaßen gründlich vorbereitet, wobei wir die ursprünglich geplante Route bereits um rund 2.500 Kilometer erweitert haben. Die Grenzregion zu Syrien haben wir bei der Planung in Deutschland einfach ignoriert, weil unser Respekt vor dem Krieg in Syrien einfach zu groß ist. Aber vor Ort haben wir gemerkt, dass auf der türkischen Seite keine Gefahr droht. So haben wir kurz entschlossen auch diesen Teil des Landes erkundet und eine sehr reizvolle Region mit vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen kennengelernt.

Du siehst also, so ganz treu bleiben wir der Ausgangsroute nicht. Es kommt immer mal wieder was dazu. Darum sind wir auch schon drei Wochen länger in der Türkei als eigentlich angenommen.

Mehr zum Thema:

Schau dir auch meine → Packliste für Reisen per Anhalter an!

Hier findest du mehr Beiträge über’s → Trampen und Reisen per Anhalter!

Stichwort Planung: In Europa gibt’s ja recht wenig Probleme mit Visa. Wie ist das, wenn man nach Asien kommt? Und wie verträgt sich das mit dem Trampen?

Wenn du mit einem deutschen Pass unterwegs bist, dann benötigst du drei Visa um bis nach Indien zu gelangen. Das sind die Visa für Iran, Pakistan und natürlich Indien.

Als deutscher Staatsbürger bekommt man ein drei Monate gültiges Iranvisum. Dieses Visum ist aber bereits ab der Ausstellung gültig und so konnten wir es aus Zeitgründen nicht in Deutschland beantragen. Das Visum wäre ausgelaufen, bevor wir den Iran erreicht hätten. Allerdings ist es möglich in der Türkei ein Iranvisum zu beantragen. Es gibt nur eine Hürde: Man benötigt eine Referenznummer aus dem iranischen Innenministerium in Teheran.

Hier in der Türkei können wir nun auch relativ gut abschätzen, wie viel Zeit wir noch bis in den Iran brauchen. Das lässt sich mit dem Trampen gut vereinbaren.

Mit dem Indienvisum haben wir das gleiche Problem wie mit dem Iranvisum. Die Gültigkeit beginnt mit dem Ausstellungsdatum. Daher haben wir uns entschlossen das Indienvisum erst in Islamabad zu beantragen.

Das Pakistanvisum kann dagegen nur im Heimatland, sprich Deutschland, beantragt werden. Überraschender Weise war das jedoch sehr einfach. Wir mussten lediglich angeben für welchen Zeitraum wir ein Visum benötigen und haben ein drei Monate gültiges Visum für genau diesen Zeitraum bekommen.

Trampen und Couchsurfen

Für Übernachtungen gibt es für euch hauptsächlich zwei Möglichkeiten: Im Zelt und bei Couchsurfern. Was waren bisher die Vor- und Nachteile dieser Unterkünfte?

Couchsurfing ist eine großartige Sache. Eines der besten Phänomene des Internets. Du triffst dich mit Einheimischen, lernst verborgene Ecken kennen, erfährst viel über die Kultur eines Landes und die Besonderheiten einer Region. Du nimmst am Leben anderer Teil und führst gleichzeitig andere Menschen in deine eigene Kultur ein. Im besten Fall erweitert Couchsurfing deinen Horizont. Du lernst die Welt kennen anstatt nur von ihr zu hören oder zu lesen. Dass das alles auch noch ohne Geld funktioniert, ist ein schöner und nicht uninteressanter Nebeneffekt.

Der Nachteil, wenn man es so nennen möchte, ist der enorme Zeitaufwand. Du musst dich stets auf deine Gastgeber einlassen können. Die Grundidee von Couchsurfing ist ja das Kennenlernen von Menschen und Kulturen. Das funktioniert aber nicht, wenn die Reise im Staccato getaktet ist. Schließlich möchte dein Gastgeber auch die Chance haben mit dir Zeit zu verbringen.

Wenn du also für eine Stadtbesichtigung drei Tage einplanst, kann mit Couchsurfing daraus schon mal eine Woche werden. Wer im Urlaub wenig Zeit hat, ist mit Couchsurfing also eher schlecht beraten.
Das Zelt haben wir bisher entweder während unserer Wanderung auf dem Lykischen Weg genutzt oder als Notfallschlafplatz am Straßenrand. Es ist zwar ein bisschen eng, aber immerhin sind es die eigenen vier Wände. Im Zelt haben wir die Möglichkeit nach einem anstrengenden Tag einfach abzuschalten. Es bietet uns einen Rückzugsort und ein bisschen Privatsphäre.

Vor ein paar Tagen haben wir jedoch an der Schwarzmeerküste zelten müssen, weil wir nach Sonnenuntergang keine Mitfahrgelegenheit mehr finden konnten. In dieser Nacht waren es -2°C. Wir haben kaum ein Auge zugetan, so kalt war es.

Morten und Rochssare von nuestra america

Wenn man eure Beiträge liest, kommt es einem vor, als würde das Trampen immer einfacher, je weiter ihr nach Osten kommt. Geht ihr davon aus, dass das in Asien so weiter geht?

Tatsächlich ist das Trampen in der Türkei unglaublich einfach. Im Durchschnitt warten wir wohl nie länger als 10 Minuten bevor wir irgendwohin mitgenommen werden. Überraschend oft hält tatsächlich das erste Fahrzeug. Viele Autos halten auch einfach an und fragen, ob wir mitmöchten, obwohl wir nur die Straße entlanglaufen. Die Herzlichkeit mit der wir hier in der Türkei aufgenommen worden sind, ist wirklich überwältigend.

Über den Iran heißt es, dass die Menschen dort sehr gastfreundlich und hilfsbereit seien. Allerdings scheint das Konzept des Trampens weitestgehend unbekannt zu sein. Vermutlich wird es das größte Problem sein, die Menschen im Iran davon zu überzeugen, dass wir per Anhalter unterwegs sind und nicht mit dem Bus fahren wollen.

In Pakistan werden wir wohl auf den ersten Kilometern von der Polizei eskortiert werden, weil die Region Belutschistan als gefährlich gilt. Momentan machen uns vor allem die erneuten Angriffe Al Quaidas in Pakistan Sorgen. Wir werden die Situation im Auge behalten.

Trampen in Indien ist offenbar ein aussichtsloses Unterfangen. Wir haben gehört, dass man nie allein am Straßenrand steht, sondern ständig von Neugierigen umringt wird. Eine riesige Menschentraube. Da hält kein einziges Auto.

Das ist unser Wissensstand bis hierhin. Frag uns doch in ein paar Monaten noch einmal, dann können wir dir mehr darüber erzählen.

Vor diesem Trip per Anhalter nach Indien wart ihr für lange Zeit in Südamerika unterwegs – ebenfalls per Anhalter. Wie unterscheidet sich die Tramp-Kultur Europas von der Südamerikas?

In Südamerika herrscht eine regelrechte Tramp-Hochkultur. Per Anhalter unterwegs zu sein ist absolut normal. Vor allem in Argentinien, Uruguay und Chile. Manchmal stehst du in einer Schlange von Trampern und musst geduldig warten, bis du an der Reihe bist.

Aber auch in Ländern wir Peru, Ecuador und Kolumbien funktioniert trampen sehr gut. Besonders für Reisende die nicht südamerikanisch aussehen, ist trampen sehr einfach, denn die Einheimischen sind nicht nur hilfsbereit, sondern auch sehr neugierig.

Der wichtigste Unterschied ist aber wahrscheinlich die Distanz zwischen zwei Orten. In Europa sind die Länder klein und die Städte und Dörfer nah beieinander. Das führt dazu, dass du häufig kurze Strecken fährst (2 Stunden oder weniger) und meistens nur mit PKWs unterwegs bist.

Südamerika ist dagegen riesig. Wir waren vor allem mit LKWs unterwegs und sind nächtelang mit übermüdeten Fahrern unzählige Kilometer gefahren. Es kommt nicht selten vor, dass du in Südamerika 6-8 Stunden neben demselben Fahrer sitzt. Dann ist Trampen fast wie Couchsurfing. Du hast viel Zeit und im Gespräch mit den Fahrern lernst du unglaublich viel. Die Hälfte unseres Wissens über Südamerika stammt wahrscheinlich von den Geschichten der unzähligen LKW-Fahrer, die wir auf ihrem Weg begleiteten.

Trampen per LKW

Eine Frage bekomme ich immer wieder zu hören. Und ich bin mir sicher, dass auch ihr sie nicht zum ersten Mal gestellt bekommt. Trotzdem: Habt ihr keine Angst? Oder, besser: Was tut ihr unterwegs für eure Sicherheit?

Glücklicherweise gab es bisher keinen Grund Angst zu haben. In Südamerika haben wir nur Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft erfahren. Auch auf unserer jetzigen Reise nach Indien lief bisher alles gut – mit Ausnahme einiger LKW-Fahrer, bei denen es klüger war zu behaupten, dass wir verheiratet sind, um etwaigen Avancen einen Riegel vorzuschieben. Aber wirklich gefährlich wurde es bisher nicht.

Nichtdestotrotz haben wir vorsorglich eine Dose Pfefferspray griffbereit. Wir hoffen sie nie einsetzen zu müssen, aber sie in der Nähe zu wissen, gibt uns trotzdem ein sicheres Gefühl.

Die beste Gefahrenabwehr ist aber immer noch der Gefahr zuvor zu kommen. Vor dem Einsteigen sollte man einfach den Zustand das Autos und vor allem des Fahrers checken. Kurz mal schauen ob alle Türen noch dran sind oder der Fahrer nüchtern und vertrauenswürdig erscheint. Wenn du dich beim Einsteigen wohl fühlst, dann ist es wahrscheinlich auch ungefährlich.

Habt ihr mal versucht, durchzukalkulieren, was man als Tramper, Camper und Couchsurfer so für ein monatliches Budget braucht?

Nein, wir können das nicht kalkulieren. Vor allem, weil wir nicht als reine Tramper, Camper und Couchsurfer unterwegs sind. Wir sind ebenfalls am Land und seiner Schönheit interessiert. Allerdings ist es so, dass die schönsten Ecken mit einer gewissen Logik auch zu den touristischsten gehören. So entstehen für uns Kosten, die über Transport, Verpflegung und Übernachtung hinausgehen.

Aber vor allem an Tagen, an denen wir nur Trampen sparen wir sehr viel. An diesen Tagen geben wir wohl kaum mehr als drei Euro für Lebensmittel aus und schlafen abends im Zelt. Dann gibt es aber auch Tage, an denen wir unser Budget überziehen. Bier ist in der Türkei ziemlich teuer. Aber im Großen und Ganzen kommen wir mit unseren begrenzten finanziellen Mitteln klar.

Bier ist teuer in der Türkei

Wie geht es eigentlich weiter, wenn ihr Indien erreicht habt? Oder, anders gefragt: Wie lange reicht denn die Kohle?

Wir wollen ja Indien nicht nur erreichen, sondern auch ein bisschen dort verweilen. Vielleicht schauen wir mal in Nepal vorbei, oder setzen nach Sri Lanka über. Wir haben die Möglichkeit von unterwegs mit ein paar kleineren Projekten und Auftragsarbeiten etwas Geld zu verdienen. Wenn diese Aufträge einmal ausbleiben, dann werden wir wohl auf das altbewährte „Work and Travel“ zurückgreifen. Für Kost und Logis arbeiten wir dann dort, wo wir gebraucht werden, bis sich wieder eine Möglichkeit bietet, etwas Geld zu verdienen. Wir sind da ganz entspannt.

Außerdem veröffentlichen wir im März 2015 unser Buch „Per Anhalter durch Südamerika“. Neben unseren Abenteuern als Tramper kommt auch die Vielschichtigkeit des aufregenden Kontinents darin nicht zu kurz. Immerhin haben wir auf den Straßen Südamerikas in zwei Jahren rund 56.000 Kilometer zwischen Feuerland und der Karibik zurückgelegt.

Wir hoffen natürlich mit den Einnahmen einen Teil unserer aktuellen Reise finanzieren zu können. Vielleicht haben wir ja sogar Lust nach Indien noch weiter zu gehen. Südostasien bietet sich ja förmlich an. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Ich hoffe, sie bringt euch beiden nur Gutes! Vielen Dank für dieses tolle Interview!

Mehr Infos zu Rochssare, Morten und ihrem Trip:

Der Blog: Auf nuestra-america.de gibt es eine Menge Berichte von unterwegs, die sich lesen wie ein Buch!

Facebook: Hier gibt es Statusupdates und zwei ziemlich geniale, Fotoalben, die zeigen, wieviele spannende Menschen man kennen lernt, wenn man auf diese Art reist: Ein Album mit allen Lifts, die die beiden bislang mitgenommen haben und ein anderes mit Couchsurfern und neuen Freunden von unterwegs.

Instagram: Spannende Fotos direkt von der Straße.

Kannst du dir einen solchen Trip vorstellen?
Hast du noch weitere Fragen an Morten und Rochssare?
Her mit deiner Meinung!

Verpflegung beim Trampen

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3 KOMMENTARE

  1. Hey, tolles Interview! Solche lese ich immer wieder gerne. Und um ehrlich zu sein, würde ich am liebsten meinen Rucksack wieder packen und einfach los trampen. Bin letzten Sommer bis nach Istanbul getrampt und das war ein Super-Duper-Abenteuer. Viele Erfahrungen gesammelt und vor allem viele Hände geschüttelt. Ich wünsche euch beiden weiterhin viel Spaß und nur das Beste auf eurer Reise. Freue mich schon auf eure zukünftigen Interviews! Bruder Leichtfuß, Super Beitrag, Daumen hoch 😉

    Viele Grüße

    Micha

  2. Sehr interessantes Interview! Ich finde es so bemerkenswert, wie zwei Menschen eine solch intensive und stressige Art zu Reisen über so viele Monate hinweg meistern können.

    Ich verfolge die Reise der beiden auch gespannt, da ich ja vor kurzem auf einer sehr ähnlichen Strecke bis in den Iran gereist bin, wenn auch nur sporadisch per Anhalter, denn alleine als Frau hat das natürlich eine ganz andere Dimension. Auf dem Balkan war das Trampen ok, außer in Albanien und Südmontenegro, wo mir Fahrer ins Gesicht gesagt haben, sie dachten ich sei eine Prostituierte 🙁 In der Türkei bin ich nur getrampt wenn es keine Busse gab, denn mir war der türkische Fahrstil etwas zu krass. Im Iran war Trampen keine Option, das gibt die Kultur dort einfach nicht her: als junge Frau irgendwo ohne Familie hinzureisen ist für die Leute dort unvorstellbar, und per Anhalter gleich drei Mal nicht, da Busse und Taxis extrem günstig sind. Aber auch das Busfahren war im Iran immer sehr gesellig, da ich immer die einzige Ausländerin im Bus war und mit vielen Fragen von Mitfahrenden gelöchert wurde.

    In jedem Fall kann ich so eine Überland-Reise jedem ans Herz legen, egal mit welchem Transportmittel. Es ist extrem spannend zu sehen, wie fließend der Übergang von unserer westlichen zur orientalischen Kultur ist – in Architektur, Essen, Bräuchen und Mentalität.

    Ein kleiner Hinweis zur Iran-Visum-Beschaffung in der Türkei: In der iranischen Botschaft in Trabzon braucht man nach wie vor keine Referenznummer. Das Iran-Visum gibt ohne viel Aufwand es am selben oder nächsten Tag, wenn nicht mal wieder die Computer für eine Woche ausfallen 😉

    LG Steffi

    • Hallo Steffi,
      wir freuen uns, dass du digital immer mit uns unterwegs bist. Deine Reise durch den Iran war und ist aber auch für uns Inspiration und Orientierung.
      Zur Visa-Beschaffung in der Türkei gibt es leider schlechte Nachrichten. Seit ein paar Wochen benötigt man auch in Trabzon eine Referenznummer, um ein Iran-Visum zu beantragen. Du warst vermutlich eine der letzten glücklichen Reisenden, die ihr Visum einfach so bekommen haben.

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