Allround-Packsack: North Face Base Camp Duffel S im Test

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North Face Base Camp Duffel Testbericht

Eine ganze Weile war ich auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung für’s Fliegen nur mit Handgepäck. Viele der Billigairlines wollen ja eingechecktes Gepäck verringern und verlangen deshalb eine Extra-Gebühr für jedes Gepäckstück, das über ein Höchstgewicht oder die Höchstmaße hinaus geht. Für viele Reisen reicht aber das Handgepäck völlig aus und es ist auf Reisen auch noch viel praktischer, mit wenig Gepäck auszukommen.

Also sollte eine Reisetasche her oder ein Rucksack.

Handgepäckbestimmungen:

Die Maße für zulässiges Handgepäck im Flugzeug variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft ein wenig. Auf der sicheren Seite sollte man aber sein, wenn das Gepäckstück kleiner als 50x40x20 Zentimeter ist. Auch die maximalen Gewichtsangaben schwanken: Ich orientiere mich meist an der 10-Kilo-Marke – allerdings guckt beim Gewicht meist niemand so genau hin, so dass man hier ein wenig Spielraum hat.

Ich habe mich für den Base Camp Duffel von North Face  in der Größe S entschieden, bin jetzt seit einigen Monaten mit ihm unterwegs und bin ziemlich glücklich damit – das nehme ich hier mal vorweg.

Der größte Vorteil des Base Camp Duffel ist seine Flexibilität.

Am stärksten ins Auge fallen ganz klar die vielen Griffe und Gurte. Der Seesack lässt sich zunächst einmal an zwei Schlaufen tragen, wie eine ganz normale Reisetasche. Zusätzlich aber gibt es noch zwei weitere Gurte: So lässt sich die Reisetasche auch wie ein Rucksack auf dem Rücken tragen. Das ist immer dann richtig praktisch, wenn man doch mal weiter laufen muss als vom Flieger zur S-Bahn.

Auch beim Trampen kommt es immer mal wieder vor, dass man den Standort wechseln will und dafür mal 20 Minuten (oder länger) laufen muss – da freut man sich, wenn man sich sein Gepäck auf den Rücken schnallen kann.

Für eine richtige Wanderung kommt der Base Camp Duffel allerdings nicht wirklich in Frage. Die Riemen sind zwar recht breit, aber nicht gepolstert. Auch ein Beckengurt fehlt – das wäre von einem Packsack wie diesem aber auch ein bisschen viel erwartet. Außerdem würde der dann auch wieder stören, wenn man die Tasche wie eine Reisetasche benutzen will.

Der Base Camp Duffel von North Face im Test:

North Face hat bei dieser Tasche auf jegliche weitere Unterteilung in Fächer verzichtet. Einzig ein kleines Dokumentefach befindet sich im Deckel. Auf dem ersten Blick mag das ein bisschen sehr minimalistisch wirken – allerdings macht mich das unterwegs im Endeffekt einfach noch flexibler und ich kann selber entscheiden, wie ich meinen Platz unterwegs nutze.

Wenn ich mein Gepäck in der Tasche unterteilen möchte (saubere Wäsche, Schmutzwäsche, …) greife ich gerne auf eine Hand voll Netzbeutel zurück – was ich ja auch in meinem Rucksack gerne mache.

Das sind schon mal starke Argumente, besonders verliebt in den Base Camp Duffel habe ich mich jedoch aus einem ganz anderen Grund: Das Material und dessen Verarbeitung ist einfach großartig. Die gesamte Tasche besteht aus wasserfestem und extrem robusten Material.

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Wasser kann wirklich nur theoretisch durch den Reißverschluss eindringen. Das Deckelfach überlappt diesen aber um drei oder vier Zentimeter – ich würde den Base Camp Duffel locker eine Stunde im Dauerregen stehen lassen, ohne mir Sorgen zu machen, dass meine Klamotten nass werden.

Apropos Reißverschluss: Der ist wirklich fingerdick und wirkt auf mich absolut unzerstörbar – auch wenn man mal wirklich auf Kante gepackt hat und ordentlich quetschen muss.

Jede Naht am Base Camp Duffel ist doppel, dreifach oder kreuzweise vernäht. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es da überhaupt irgendwann Probleme geben wird.

Es gibt den Packsack auch in den Größen XS, M und L. Außerdem sind alle möglichen Designs und Farben verfügbar – von pink über fleckentarn bis eben klassisch schwarz, wofür ich mich entschieden habe.

Mein Fazit zum Base Camp Duffel:

North Face Base Camp Duffel

Mit gut 80 Euro ist der Base Camp Duffel zwar relativ teuer, aber man bekommt einen dementsprechend flexiblen und robusten Packsack für sein Geld, der auch noch gut aussieht. Ich freue mich eigentlich über jede Gelegenheit, wenn ich diesen geilen Packsack mit mir herumtragen kann. Vor allem zum Mitsegeln oder für Reisen per Anhalter ist er perfekt.

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19 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    bin gestern mit L als Handgepäck von Österreich nach Deutschland geflogen.
    Allerdings musste ich den Duffel richtig zusammenpressen, da der zum Glück nur noch halbvoll war.
    Ich werde mir jetzt auch einen in S kaufen)
    Grüße
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,
      danke für deinen Beitrag und schön, dass es geklappt hat mit der Größe L 😉 Die Möglichkeit, das Ding so richtig schön zusammen zu pressen, ist einfach ein Riesenvorteil von Duffelbags gegenüber von Koffern…
      Beste Grüße!

  2. Hey,
    hast du mit dem Zeug als Handgepäck nie Probleme gehabt? Ich hab einen in L und würde einen S oder XS kaufen wollen. Es geht zunächst nach Georgien mit WizzAir…Da gehts 55*40*23. Selbst die Größe XS wäre dann mit 28cm zu breit (bzw. zu hoch) oder nicht? Geht das durch? Wirds nicht so streng kontrolliert? Oder können das die Komprimierungsriemen noch lösen?
    Danke und lg
    D

    • Hey,
      ich hatte wirklich noch keine Probleme, dabei bin ich in den letzten Jahren echt viel mit dieser Tasche (in S) gereist und so gut wie immer als Handgepäckstück. Die Komprimierungsriemen helfen dabei wirklich sehr, damit bekommt man die Tasche auf jeden Fall auf die Höchstmaße komprimiert, wenn man nicht zu voll gepackt hat. Dazu kommt aber meiner Erfahrung nach auch, dass die meisten Fluggesellschaften da nicht so genau hinschauen – wobei das natürlich ohne Gewähr ist.
      Beste Grüße,
      Timo

  3. Hallo bruderleichtfuss,

    habe an anderer Stelle gelesen, dass die Tragegriffe SEHR unpraktisch seien, weil ein zentraler Griff in der Mitte fehlt, und man den Duffel daher eigentlich nur auf dem Rücken tragen könne. Wie sind Deine Erfahrungen mit den Griffen?

    Viele Grüße
    Michael

    • Hi Michael,
      einen zentralen Griff in der Mitte hat der Duffelbag in der Tat nicht – ich habe ihn bislang aber noch nicht vermisst. Wenn ich ihn nicht auf dem Rücken trage, dann halte ich ihn an den beiden Schlaufen oben, trage ihn also wie einen Koffer. Mir fehlt da nichts!
      Beste Grüße, Timo

  4. Hallo bruderleichtfuss,

    ich überlege mir auch den Kauf einer Duffel Bag, jedoch Grösse M. Ich habe den Eindruck, man ist sich nicht wirklich einig, ob diese auch als Handgepäck im Flugzeug durchgehen würde. Was meinst du dazu?

    Gruss
    Dominik

    • Hallo Dominik,
      mit dem Duffelbag in M gehst du ein Risiko ein: Wenn er komplett voll ist, dürfte er eigentlich nicht mehr im Handgepäck mitfliegen. Du müsstest also auf Toleranz bei der Airline hoffen. Oder du machst es, wie ich einen Kommentar weiter unten schreibe: Eine dicke Jacke oder ein anderes Kleidungsstück nach oben legen und im Notfall überanziehen, wenn sich jemand beschweren sollte. Dann ist die Tasche kleiner und könnte vielleicht noch durchgehen.
      Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, solltest du dich aber eher für die Größe S entscheiden.
      Beste Grüße,
      Timo

  5. Hi. Ich bin auf der Suche nach einem Handgepäck, welches möglichst viel Platz bietet, aber als Rucksack tragbar ist.Dabei bin ich über diesen Dufflebag gestolpert.
    Bekommt man den in Grösse S in die von easyjet angegeben Massen gepresst? Easyjet kontrolliert immer häufiger nach.
    Liebe Grüsse
    Andrea

    • Hi Andrea,
      wenn der Base Camp Duffel in S nicht ganz voll gepackt ist, bekommt man ihn auf jeden Fall im Handgepäck mit. Ich habe meist ein dickes Kleidungsstück (Pullover, Jogginghose) obenaufliegen – falls sich jemand beschwert, nehme ich das dann aus der Tasche und ziehe es kurz über.
      Liebe Grüße!

  6. Hei Timo,

    witzig, das Ding habe ich auch schon eine Weile im Auge – suche was Ordentliches für einen 2-wöchigen Segeltörn. Allerdings bin ich mir bei den Größen nicht ganz sicher. Wie viel passt so in die Größe S rein? Ausreichend für 2 Wochen Törn, wo wir wenig anlegen werden und dementsprechend auch nicht waschen können?
    …werde es mir wohl doch mal live beim Globetrotter angucken müssen…

    • Hi Kristin,
      also für mich würde es definitiv für so einen Törn reichen. Ich hatte die letzten Wochen einen Laptop drin, gute Klamotten für eine Messe, dazu Skihose & Jacke und Wanderklamotten… Musste allerdings stopfen. Ich habe mich für die Größe entschieden, weil sie eben beim Fliegen ins Handgepäck passt. Es gibt sie aber auch in anderen Größen – bis XL, was dann wirklich für’s große Abenteuer mit Zelt in der Antarktis reichen müsste 😉
      Zum Segeln finde ich sie auch perfekt: Knautschbar und praktischerweise auch so gut wie wasserdicht.
      Aber Recht hast du: Live angucken ist immer gut 🙂
      Wo gehst du denn segeln?
      Liebe Grüße!

      • Hallo Timo,
        mein Mann geht am nächsten Wochenende mit einigen Kumpels segeln auf dem Ijsselmeer (Anfängertour ;-)) Da ich genau weiß wie das Packen bei meinem Mann aussieht – 2 Stunden vor Abfahrt auf die Schnelle und halbherzig mal was einpacken – hab ich bereits vor einer Woche Klamotten und Ausrüstung zusammengesucht. Da ich aber auch nicht ganz sicher bin, was man benötigt vor allem was die Temperaturen auf dem Wasser anbetrifft, bin ich eben auf deiner Seite gelandet. Genau das richtige, um brauchbare praktische Tipps zu erhalten, super, vielen Dank! Den North face base camp duffel s hab ich daraufhin mal direkt bestellt. Ich bin allerdings erstaunt, was du da alles drin verstaut hast, inkl. Skiklamotten!? Braucht man um die Jahreszeit tatsächlich ne Skihose oder tut’s auch ne Softshellhose mit Skiunterwäsche drunter? Dann ist man doch ein bisschen flexibler, je nach Temperatur oder? Und die nimmt nicht so viel Platz weg..
        Liebe Grüße
        Alexandra

        • Hallo Alexandra,
          so eine Frau könnte ich auch gebrauchen 😉 Die Softshellhose mit Skiunterwäsche tut es auch – und ist wie du schon sagst, auch die bessere Wahl, weil flexibler. In meinen Duffelbag passt tatsächlich meist alles rein – manchmal muss ich ein bisschen tricksen und mir bei der Anreise die dicke Jacke/Hose einfach anziehen und dann auf dem Boot/ in der Unterkunft kommt dann eben alles in den Schrank. Ich nutze die kleine Tasche auch, um mich selbst zu bremsen: So packt man nicht so viel unnötigen Kram mit ein 🙂
          Beste Grüße!

  7. Hey Timo,

    bin auch nach einer praktischen Variante für Nicht-Wanderungen auf der Suche und da kam mir dein Bericht gerade gelegen! Werde mir das Teil auf jeden Fall mal genauer ansehen!

    Lieben Gruß,

    Jessie

  8. Hey, genau den wollte ich mir auch mal kaufen, sogar auch in Schwarz. Find den ehrlich gesagt auch sogar recht schick, da er so schön simpel aussieht.

    • Hey Clemens, wie du gelesen hast, habe ich den Kauf nicht bereut! Und Recht hast du, neben den ganzen praktischen Vorteilen finde ich das Ding auch recht stylisch 😉 Besten Gruß und auf bald!

  9. […] Allround-Packsack: North Face Base Camp Duffel S im Test […]

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