Wandern in Neuseeland: Meine Top 3 Wanderungen

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Neuseeland Wandern Mueller Hut

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Wandern in Neuseeland stelle ich mir extrem spektakulär vor – in meinem Kopf ist es für Wanderer sozusagen das Pendant zu Norwegen auf der Südhalbkugel der Erde. Ich war selber noch nicht da, würde das aber ziemlich gerne möglichst bald ändern.

Umso mehr freue ich mich über diesen Gastbeitrag von Steffi von a daily travel mate, die eine Expertin für Wanderungen in Neuseeland ist und hier ihre schönsten Wanderungen vorstellt.

Neuseeland ist ein Paradies für Wanderer. Auf kleinstem Raum findest du Landschaften, die unterschiedlicher kaum sein können. An einem Tag wanderst du entlang steiler Klippen, unter dir tost die Brandung während in der Ferne Ozean und Horizont zu verschmelzen scheinen.

Deine nächste Wanderung führt dich durch eine karge und zugleich faszinierende Landschaft, entstanden durch vulkanische Aktivitäten: bizarre Felsformationen, aktive Vulkane und ein leichter Schwefelgeruch, der in der Luft hängt – eine fast schon unwirkliche Szenerie.

Nur ein paar Tage später bestaunst du die 3.000er der neuseeländischen Alpen, wanderst durch alpines Gelände, legst eine Pause an einem türkisblauen Gletschersee ein und lauschst dem Donnern der kalbenden Gletscher.

a daily travel mate Neuseeland
Steffi Schindler beim Wandern in Neuseeland (© Steffi Schindler)

Die einzigartige und abwechslungsreiche Natur macht Neuseeland bei Wanderern so beliebt. Dazu kommt, dass die Voraussetzungen für Wanderer perfekt sind.

Es gibt unzählige Wanderwege, die über beide Inseln verteilt sind. Die Wege sind vorbildlich präpariert und ausgeschildert. Verantwortlich dafür ist das DOC, das Department of Conservation. Das DOC kümmert sich um die Wege, unterhält die Hütten für Mehrtageswanderungen und betreibt zahlreiche Informations-Zentren, in den verschiedenen Teilen des Landes. Aktuelle und detaillierte Informationen zu fast jeder Wanderung in Neuseeland findest du auf der Website des DOC.

Die schönsten Wanderungen in Neuseeland!

In Neuseeland kommt jeder Wanderer auf seine Kosten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Von mehrtägigen Touren mit alpinem Charakter bis hin zu kurzen Küstenspaziergängen. Ich selbst war von Januar bis April 90 Tage in Neuseeland unterwegs. Davon bin ich 40 Tage gewandert – über 400 Kilometer.

Im Folgenden stelle ich dir meine persönlichen Top-3-Wanderungen vor:

Mueller Hut – Aoraki/Mt Cook Nationalpark –Südinsel

Wanderung Neuseeland Mueller Hut
Aufstieg zur Mueller Hut (© Steffi Schindler)

Der Aufstieg zur Mueller Hut auf 1.800 Meter ist eine der schönsten Wanderungen ganz Neuseelands. Die Hütte liegt im Aoraki/Mt Cook Nationalpark in den südlichen Alpen.

Der schneebedeckte Aoraki Mt. Cook, nach dem der Nationalpark benannt wurde, ist mit 3.754 Metern der höchste Berg Neuseelands. Umgeben von weiteren schneebedeckten 3.000ern ist die Gegend ein Paradies für alle Bergliebhaber und eines meiner Highlights auf der Südinsel.

Die circa 6 bis 7-stündige Wanderung ist nur für fitte und trittsichere Wanderer geeignet. In alpinem Gelände musst du über 1.000 steile Höhenmeter zurücklegen. Die Mühe lohnt sich: Es erwartet dich eine Aussicht auf den Mt. Cook, das Hooker Valley sowie die umliegenden Gletscher, die sich kaum in Bildern und Worten festhalten lassen.

Neuseeland Wandern Mt Cook Nationalpark
Mt Cook Nationalpark (© Steffi Schindler)

Falls du dir diese Wanderung nicht komplett zutraust, dann hast du die Möglichkeit bis zu dem ersten Aussichtspunkt Sealy Tarns zu wandern. Bis dorthin sind es knapp 500 Höhenmeter. Der Auf-und Abstieg ist zwar immer noch steil, allerdings sehr einfach, da der Weg mit Stufen präpariert ist.

Der Wanderweg verläuft ausschließlich durch alpines Gelände und bietet dir keinen Schatten. Laufe entsprechend früh am Morgen los, wenn es noch kühl ist. Du brauchst übrigens nicht in der Berghütte zu übernachten. Ein Abstieg am gleichen Tag ist möglich.

Detaillierte Informationen zu der Wanderung findest du auf hier: Mueller Hut.

Tipp: Wandern & Wetter in Neuseeland

Bedenke bei jeder Wanderung: Das Wetter in Neuseeland ist extrem wechselhaft. Es kann passieren, dass du bei schönstem Sonnenschein startest und drei Stunden später befindest du dich in einem Schneesturm. Sei auf jedes Wetter vorbereitet und rüste dich entsprechend aus.

Die falsche Ausrüstung  und das wechselhafte Wetter sind in Neuseeland leider bereits vielen unerfahrenen und erfahrenen Wanderern zum Verhängnis geworden. Sei nicht einer davon. Rüste dich für jedes Wetter aus!

Mehr zum Thema:

Hier gibt’s eine → gute Packliste für Wanderer.

Neuseeland bevorzugt Kreditkarten! Hier findest du → Empfehlungen für die besten Kreditkarten auf Reisen.

Vor deinem Neuseeland-Abenteuer möchtest du vielleicht dein Englisch auffrischen? Ich kann dafür → diese App zum Sprachen Lernen empfehlen!

Lake Waikaremoana Great Walk – Te-Urewera Nationalpark – Nordinsel

Wanderung Lake Waikaremoana Neuseeland
Aussicht über den Lake Waikaremoana (© Steffi Schindler)

In Neuseeland gibt es insgesamt neun sogenannte Great Walks, die in den schönsten Gebieten des Landes liegen. Die Great Walks werden weltweit vermarktet. Das ist der Grund, warum vor allem die beliebtesten, wie der Routeburn oder der Milford Track bereits viele Monate im Voraus ausgebucht sind.

Im Gegensatz dazu scheint der Lake Waikaremoana Great Walk fast schon ein kleiner Geheimtipp zu sein. Wobei es während der Sommermonate, vor allem im Dezember und Januar, auch auf diesem Track voll werden kann.

Die Wanderung ist insgesamt 46 Kilometer lang und kann in drei oder vier Tagen zurück gelegt werden. Fast alle Hütten liegen direkt am See, so dass du die Möglichkeit hast, dich nach einem oder nach zwei Tagen von einem Wassertaxi abholen zu lassen – falls du nicht viel Zeit für deine Neuseeland-Reise mitbringst.

Lake Waikaremoana Wanderung Neuseeland
Wanderung am Lake Waikaremoana (© Steffi Schindler)

Einen Transfer mit einem Wassertaxi benötigst du in jedem Fall, da die Wanderung kein Rundwanderweg ist. Vor oder nach dem Trekking wirst du mangels Alternativen entweder im Big Bush Holiday Park oder im Lake Waikaremoana Motor Camp übernachten. Die Transfers kannst du direkt von den Campingplätzen aus organisieren.

Der Walk selbst ist einfach. Falls du, so wie ich, den kompletten Track in drei Tagen wanderst, dann sind die täglichen Etappen zwar lang, allerdings geht es fast nur eben am See entlang.

Das Highlight der Wanderung und auch der schwierigste Teil der Strecke ist der Aufstieg zur Panekiri Hut auf 1.185m. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend. Der Wald auf diesem Teil der Strecke wird auch „Feenwald“ genannt und sieht einfach nur magisch aus.

Detaillierte Informationen zu dem Great Walk findest du hier: Lake Waikaremoana Great Walk.

Tipp: Great Walks & Mehrtageswanderungen in Neuseeland

Willst du in Neuseeland einen Great Walk laufen, dann musst du die Hütten vorab im Internet reservieren. Für die Great Walks gibt es ein richtiges Buchungssystem. Im Gegensatz dazu, brauchst du für die Hütten auf anderen Wanderwegen lediglich ein sogenanntes „Hut Ticket“. Eine Reservierung ist nicht notwendig. Auf diesen Hütten gilt: first-come, first-served.

Die Hütten sind außerdem reine Selbstversorger-Hütten. Neben der richtigen Ausrüstung musst du bei der Planung daran denken, Kochutensilien und Verpflegung einzupacken.

Der Tongariro Nationalpark – Nordinsel

Wandern Neuseeland Tongariro Crossing
Wandern wie in „Herr der Ringe“ (© Steffi Schindler)

Der Tongariro Nationalpark liegt im Zentrum der Nordinsel. Die Landschaft ist geprägt durch die Aktivitäten der drei Vulkane Mt Ruapehu (2.797 Meter), Mt Tongariro (1.967 Meter) und Mt Ngauruhoe (2.287 Meter). Die karge Landschaft in diesem Teil Neuseeland hat es mir besonders angetan und ist eines meiner Highlights auf der Nordinsel. Besser bekannt ist die unwirkliche Szenerie als die Filmkulisse der bekannten Herr-der-Ringe-Trilogie.

Im Nationalpark selbst gibt es verschiedene Wanderungen. Jede Wanderung für sich ist bereits ein Highlight. Hier findest du eine Übersicht der Wanderungen im Tongariro Nationalpark.

Die bekannteste Wanderung ist das Tongariro Crossing. Allerdings ist das Crossing auch eine der beliebtesten Touren des Landes. Nahezu jeder Neuseeland-Reisende scheint die 19,4 Kilometer und über 1.000 Höhenmeter in alpinem Gelände auf sich zu nehmen. An einem schönen Tag im Sommer können so bis zu 700 Menschen auf der Strecke unterwegs sein.

Tongariro Nationalpark Neuseeland
Das Wetter kann in Neuseeland schnell umschlagen (© Steffi Schindler)

Das Crossing ist keine Rundwanderung. Du benötigst entweder am Anfang oder am Ende der Wanderung einen Transfer. Bei schlechtem Wetter werden die Transfers auch kurzfristig abgesagt.
Ich selbst hatte bei der Wanderung Glück im Unglück: Es gab zwar keinen Transfer, dafür war das Wetter besser als gedacht und es waren nur wenige Wanderer unterwegs.

Du kannst dem Trubel auf der Strecke übrigens entgehen, in dem du bewusst auf einen Transfer verzichtest. Das heißt zwar, dass du nach der Hälfte der Strecke wieder umkehren musst, dafür kannst du morgens vor allen anderen loswandern. Ganz nebenbei sparst du auch noch die Kosten für den recht teuren Transfer.

Detaillierte Informationen: Tongariro Crossing.

Wichtig: Wiege dich bei dieser Wanderung nicht in Sicherheit nur weil du mit vielen anderen Wanderern unterwegs bist. Selbstüberschätzung und falsche Ausrüstung haben auf diesem Track leider bereits zu vielen Unfällen geführt.

Tipp: Neuseelands Wanderwege

Die Wanderwege in Neuseeland sind generell sehr gut beschaffen. Als Wanderer wirst du gut präparierte Wege vorfinden, die gleichzeitig die Natur schützen. Die Beschilderung ist so gut, dass du keine Wanderkarte benötigst. Die vom Department of Conservation angegebenen Gehzeiten sind eher konservativ berechnet. Als sehr fitter Wanderer kannst du davon ausgehen, dass du die Strecke in zwei Drittel oder sogar weniger der Zeit zurücklegen kannst.

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Unter anderem wird beantwortet, w o du in Neuseeland Wandern kannst, was für Wanderungen es gibt, welche Ausrüstung für eine Wanderung in Neuseeland sinnvoll ist und wie du ein Mehrtages-Trekking in Neuseeland richtig vorbereitest: Von der Hüttenbuchung bis zur Verpflegung. Hier gibt’s detaillierte Informationen zu dem Trekking-Guide.

Über die Autorin:

Stefanie SchindlerSteffi Schindler befindet sich gerade zusammen mit ihrem Mann auf ihrer zweiten großen Weltreise. Bei ihren Trips legt sie generell großen Wert darauf, individuell und aktiv unterwegs zu sein – wichtigster Ausrüstungsgegenstand dabei sind daher ihre Wanderschuhe.

Ihre Erlebnisse verbloggt sie auf adailytravelmate.com. Folgt Steffi auch bei Facebook, Twitter oder Instagram!

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2 KOMMENTARE

  1. Nachdem ich 5 Monate am Stück auf Trekkingtour in Neuseeland war, (Te Araroa + weitere Tracks) glaube ich mir ein Urteil zu den hier vorgestellten Touren erlauben zu können. 🙂

    Leider muss ich sagen, dass die hier genannten Touren völlig überlaufen sind, besonders in den Sommermonaten. Zwar mag es stimmen, dass sie durch beeindruckende Naturkulissen führen, doch wird dieser Effekt durch die Massen von „Mitwanderern“ entwertet. Überschattet wird dies alles jedoch, wie in dem Beitrag von Steffi erwähnt, vom Tongariro Crossing.

    Wir hatten am Red Crater, einem der höchsten Punkte des Daywalks, -7°C da kam uns eine Gruppe betrunkener Engländer mit tragbarer Boombox entgegen. Darauf folgten hunderte Menschen teils mit Flip Flops, leichten Sandalen und/oder Feenflügeln (Ja, Ihr lest richtig :‘) )
    Ein Park Ranger mit dem ich mich an dem Tag länger unterhalten hatte, war richtig sauer, weil es deshalb so oft zu Unfällen kommt und die Betroffenen mit dem Heli ausgeflogen werden müssen.

    Ich kann jedem nur folgenden Tipp geben. Lauft den Northern Circuit, dieser führt 3-4 Tage durch diese einzigartige Vulkanlandschaft (inkl. Tongariro Crossing) Am besten startet man von der Waihohonu Campsite (bevorzugt trampen, dort ist aber auch ein kleiner „Parkplatz“) und wandert entgegen des Uhrzeigersinns. Somit läuft man beim Tongariro Crossing gegen den Strom und steht nicht im Stau 😉

    Ein anderer Tipp ist der „Nelson Lakes Nationalpark“ im Nord-Westen der Südinsel. Dort habe ich meine schönsten Touren gelaufen und bin innerhalb von 14 Tagen nur 7 Wanderern begegnet – ein Traum 🙂

    In diesem Sinne,
    Kalipe

    Jannik von Trekkingfieber.de

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