Die besten Norwegen-Filme aller Zeiten

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Die besten Norwegen-Filme aller Zeiten

Vor der Reise, während der Reise und nach der Reise – eine der schönsten Möglichkeiten, sich mit einem Reiseland zu beschäftigen, ist es für mich, einen guten Film zu schauen. Es gibt kaum bessere Wege, sich der Kultur eines Landes zu nähern, ein „Gefühl“ für das Land und seine Leute zu bekommen, sich an der Landschaft zu berauschen oder auch eine Sprache zu lernen.

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Da Norwegen im Moment mein absolutes Lieblingsreiseziel ist, habe ich mal eine Liste meiner Lieblingsfilme aus Norwegen zusammen gestellt.

Eines vorweg noch: Hier findet ihr erst einmal neun norwegische Filme, ich würde mich aber sehr freuen, wenn wir diese Liste zusammen verlängern und auf dem neuesten Stand halten – wenn ihr noch Filmtipps auf Lager habt, nehmt euch doch eine Minute Zeit und tragt sie unten ins Kommentarfeld ein – so haben wir alle was davon!

Die besten Norwegen-Filme aller Zeiten:

Pathfinder (1987)

ABENTEUERFILM

Darum geht’s:
Der 16jährige Same Aigin kehrt von der Jagd zurück in sein Lager zurück und muss feststellen, dass seine gesamte Familie von Kriegern vom Volk der Tschuden brutal ermordet wurde. Er muss flüchten und kommt in einem Nachbarlager unter, wo er sich in ein Mädchen verliebt.

Doch die Tschuden haben ihn verfolgt und drohen jetzt auch, seine Helfer zu töten. Jetzt sind fast alle Samen zur Flucht gezwungen, nur Aidin sammelt um sich einen Haufen an Kriegern, um die Tschuden zu besiegen.

Warum ansehen?
Fast der gesamte Film wurde im nördlichen Norwegen in der Finnmark gedreht und eine grandiose Landschaftsaufnahme reiht sich an die Nächste. Außerdem gibt der Film einen guten Einblick in die alte, samische Kultur in Norwegen.

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Gnade

PSYCHODRAMA

Darum geht’s:
Der Ingenieur Niels (Jürgen Vogel) und die Krankenschwester Maria (Birgit Minichmayr) ziehen mit ihrem Sohn von Deutschland nach Hammerfest, um in der beschaulichen Eis- und Schneelandschaft im Norden Norwegens ihre Ehe zu retten. Während sich Niels nur schleppend in die norwegische Gesellschaft integriert, findet Maria schnell Anschluss.

Doch dann fährt Maria eines Nachts, abgelenkt vom Himmelsschauspiel der Polarlichter, ein 16jähriges Mädchen an und begeht Fahrerflucht. Das Mädchen stirbt, doch das Ehepaar beschließt, die Tat zu verheimlichen.

Warum ansehen?
Spannendes Thema (Schuld und Vergebung), gute Schauspieler (Jürgen Vogel!) und eindrucksvolle Bilder der norwegischen Winterlandschaft während der Polarnacht – sehenswert! Eine ausführliche Filmkritik findet ihr in der ZEIT.

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Mehr über Norwegen:

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Sofies Welt

ABENTEUERFILM

Darum geht’s:
Die 14jährige Norwegerin Sofie erhält von einem Unbekannten Briefe mit Fragen: „Wer bist du“ und „Woher kommt die Welt?“. Mit diesen Fragen beschäftigt sich Sofie, sie lernt den Absender der Briefe kennen und macht sich zusammen mit ihm durch eine abenteuerliche Reise durch die Welt der Philosophie. Irgendwann geht es auch um ihre eigene Existenz.

Warum ansehen?
Abgesehen davon, dass der Film an den norwegischen Originalschauplätzen (und in Griechenland) spielt, ist er einfach ein wunderbarer Abenteuerfilm, der auch noch perfekt ist, um sich mit echten philosophischen Fragen zu beschäftigen.

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Kon Tiki

ABENTEUERFILM

Darum geht’s:
Der norwegische Abenteurer und Nationalheld Thor Heyerdahl glaubt, dass Polynesien einst von Südamerika besiedelt wurde, während die Welt der Wissenschaft davon ausgeht, dass dies von Asien aus geschah.

Um zu beweisen, dass es für die Südamerikaner möglich war, nach Polynesien zu segeln, trommelt Heyerdahl in Norwegen eine Crew zusammen: Die sechs Abenteuerer bauen ein Floß aus Balsaholz – die „Kon Tiki“ und segeln damit über 7000 Kilometer über den Pazifik bis auf die französisch-polynesische Insel Raroia. Damit ist bewiesen, dass es zumindest möglich war, Polynesien schon vor 1500 Jahren von Südamerika aus zu besiedeln.

Warum ansehen?
Zwar spielt nur der Anfang des Films in Norwegen, jedoch ist der Film schon jetzt norwegisches Kulturgut – jeder Norweger hat ihn gesehen und jeder Norweger ist stolz auf Thor Heyerdahl. Außerdem darf der Film für den Segelfan in mir in dieser Liste nicht fehlen.

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Elling

KOMÖDIE

Darum geht’s:
Elling ist psychisch labil und lebt jetzt mit seinem ehemaligen Zimmergenossen aus der Psychatrie und einem Sozialarbeiter in einer betreuten WG in Oslo. Beide haben große Probleme, sich in ein normales Leben einzuordnen. Während Ellings Mitbewohner vor allem die schwangere Nachbarin im Kopf hat, entdeckt Elling seine Liebe zur Poesie.

Elling beginnt Gedichte auf Zettel zu schreiben, die er in Sauerkrautverpackungen steckt, um sie wieder im Supermarkt unter zu bringen. So gelangt er als „Sauerkrautpoet“ sogar in die Zeitung.

Warum ansehen?
Elling war ein riesiger Kinoerfolg in Norwegen, über 800.000 Norweger haben ihn gesehen (das heißt: Fast jeder fünfte!). Eine witzige, aber hintergründige Komödie, die mehreren Preisen ausgezeichnet wurde und 2002 für den Oskar als bester ausländischer Film nominiert war.

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Zwei Leben

HISTORIENDRAMA

Darum geht’s:
Das Ehepaar Katrine und Bjarte Myrdal lebt zusammen mit Tochter, die selber ein Baby hat, und Katrines Mutter in der Nähe des norwegischen Bergen ein idyllisches Leben. Bis nach der Wende in Deutschland 1990 ein Anwalt in ihrem Holzhäuschen auftaucht und Katrine bittet, dass sie als Zeugin in einer Anhörung aussagt: Katrine ist eines von mehreren Tausend „Tyskebarna“, Kindern, die während der Besatzungszeit von norwegischen Frauen und deutschen Wehrmachtssoldaten gezeugt wurden.

Die Nazis brachten diese Kinder nach Deutschland in Heime und Pflegefamilien – meistens sahen die Kinder ihre leiblichen Eltern nie mehr. Anders bei Katrine: Sie flüchtete mit 20 Jahren aus der DDR, um ihre Mutter zu suchen und fand sie.

Sie möchte dem Anwalt nicht weiterhelfen, vorgeblich, um ihre Mutter nicht unnütz zu belasten – in Wahrheit jedoch ist Katrines Identität eine ganz andere, als sie vorgibt.

Meine Bewertung:
Das Thema ist unheimlich spannend – „Großes verstörendes Zeitgeschichtskino, dafür bitten wir um einen Oscar“ – schreibt Spiegel-Online dazu. Für mich als Norwegenfan spielt aber auch die rau-idyllische Naturkulisse eine Rolle.

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Dead Snow

HORRORKOMÖDIE

 

Darum geht’s:
Eine Gruppe norwegischer Medizinstudenten verbringt einige Tage ihrer Semesterferien in einer typisch norwegischen Berghütte im Wald. Zunächst steht noch ein einfacher, alter Mann an der Tür. Er erzählt der Feriengruppe von der untoten SS-Armee, die hier in der Umgebung ihr Unwesen treiben soll. Die Studenten nehmen ihn nicht ernst, der Mann ist bald tot und die SS-Nazi-Zombies stehen vor der Tür.

Von jetzt an tobt ein Kampf zwischen den Medizinstudenten und den Untoten in der norwegischen Winterwelt.

Warum ansehen?
Der beste Grund, diesen Film anzuschauen, ist sicherlich ein Splatter-Fan zu sein. Der Film nimmt sich selber nicht ganz ernst und spielt mit den klassischen Splatter-Klischees inklusive Kettensägen, Blut und Gedärmen.

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Trollhunter

FANTASYTHRILLER

Darum geht’s:
Drei norwegische Stundenten wollen im Vestlandet eine Dokumentation über den vermeintlichen Bärenjäger Hans drehen. Im Laufe der Dreharbeiten stellt sich jedoch heraus, dass Hans in Wirklichkeit der einzige norwegische Trolljäger der streng geheimen Trollsicherheitsbehörde ist.

Die drei Studenten beschließen, ihm zu helfen und finden sich in gefährlichen Kämpfen mit 100 Meter großen oder dreiköpfigen Wald- und Bergtrollen wieder.

Warum anschauen?
Trollhunter ist eine Pseudodoku, die immer wieder an das Blair Which Project erinnert. Sie spielt in der typisch westnorwegischen Gebirgswelt und spielt mit den alten Sagen rund um Trolle, die in Norwegen noch immer sehr beliebt sind.

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Ich reise allein

STUDENTENKOMÖDIE

Darum geht’s:
Bergen, Norwegen, 1997: Der Literaturstudent Jarle, dessen Leben bislang vor allem von Parties, Alkohol und One-Night-Stands geprägt ist, erfährt per Brief, dass er eine siebenjährige Tochter hat. Auch die Mutter des Mädchens hat er nur eine Nacht lang, dafür etwas intensiver, kennen gelernt – doch jetzt soll Jarle Verantwortung übernehmen.

Warum anschauen?
Abgesehen davon, dass der Film in einer meiner Lieblingsstädte spielt, überzeugt er vor allem durch seine frische und nordische Erzählweise. Der Film wird auch ganz gerne für Norwegisch-Kurse benutzt – weil die Handlung natürlich nicht übermäßig schwer zu verstehen ist.

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Das waren meine neun Favoriten – aber das muss noch nicht alles gewesen sein! Was ist dein Film-Liebing aus Norwegen? Welcher Film fehlt auf dieser Liste? Ich fände es richtig gut, wenn wir diese Liste gemeinsam fortsetzen – einfach unten in den Kommentaren eintragen!

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9 KOMMENTARE

  1. Danke für die schöne Liste! Interessant finde ich auch den Film „Den brysomme mannen“ (im deutschen „Anderland“). Eine typische skandinavische Dystopie, trotz mehrmaligem Schauen verwirrend, aber auch zum Nachdenken anregend …ein Film, den man nicht so schnell aus dem Kopf bekommt.

  2. Vielen Dank für die vielen guten Tipps, da sind einige Filme dabei, die ich schon kenne, andere machen einfach Lust darauf, sie kennenzulernen.
    Wenn es um norwegische Komödien geht, sollte meiner Ansicht nach „Lange flate ballær“ auf keinen Fall fehlen. Die Story über fünf ganz gewöhnliche Norweger, die sich aus Fredrikstad auf den Weg zur Fussball-WM nach Deutschland machen, um dort die norwegische Elf anzufeuern, ist einfach immer wieder klasse!
    Was die sportliche Story angeht, so nimmt sich der Regisseur zwar gewisse Freiheiten heraus, aber die kann man hier gerne mit einem Augenzwinkern akzeptieren 🙂

  3. Mein Lieblingsbuch ist KRISTIN LAVRANSTOCHTER von der Schriftstellerin Sigrid Undset. Wurde auch verfilmt, mit Liv Ullmann, leider nur in englisch und in Deutschland nicht gesendet.

  4. Mir fallen da noch ein:
    – „Der Mann, der Yngve liebte“ (Das ist der erste Film, „Ich reise allein“ ist der zweite Teil….ich mag den ersten lieber….)
    – „O’Horten“
    – „Hjem til Jul“ – mir fällt gerade nicht ein, wie er auf Deutsch heißt….
    – Und ganz klar einer meiner liebsten Filme: „Die Kunst des negativen Denkens“!! (herrlich schwarzhumorig!)
    – „Jackpot“ mag ich auch – ist ein bisschen tarantinomäßig mit viel Blut und so 😉 Bei diesem Film bin ich allerdings nicht objektiv – ich hab am Drehort Erasmus gemacht und mag ihn schon allein deswegen.
    – „Fatso“ vielleicht auch noch…..ist irgendwie abstus 😉
    – „Troubled water“ fand ich auch ganz gut.

    „Nord“ und „Kitchen Stories“ sind echt toll! „Trollhunter“ und „Dead Snow“ hingegen find ich blöd…..“Cold Prey“ auch…..

  5. Mein absoluter Lieblingsregisseur aus Norwegen ist Joachim Trier, der mit „Oslo, 31. August“ und „Reprise: Auf Anfang“ zwei sehr tolle Filme gedreht hat. Außerdem fand ich „King of Devil’s Island“ über ein Jugendgefängnis auf einer Insel sehr gut.

    Falls Du lieber Komödien siehst, würde mir noch „Nord“ einfallen, von dem Regisseur läuft mit „Chasing the wind“ auch im Juni ein Film im Kino an. Ach, und als Coming-of-Age-Film: „Sons of Norway“.

  6. Absolut begeistert hat mich „Kitchen Stories“, eine ganz subtile und wortkarge Komödie. Sie stammt aus dem Jahr 2003, spielt aber in den frühen 50ern und dreht sich um die Beziehung zwischen Norwegen und Schweden – personifiziert durch den kauzigen Einzelgänger Isaak und den gutmütigen Folke. Der ist über die Grenze gekommen, um in Isaaks Küche Position als Beobachter zu beziehen. Nicht nur für Hausfrauen sollen bei der Planung neuartiger Einbauküchen die Wege innerhalb des Zimmers optimiert werden – wie es historisch tatsächlich der Fall war – sondern auch die Bewegungen von Junggesellen sollen statistisch untersucht werden. Isaak hat sich als Versuchskaninchen gemeldet und bereut dies nun bitterlich, denn der stumme Schwede auf dem Hochstuhl nervt… Ein Film, der mit ganz wenigen Worten und ziemlich wenig Handlung wahnsinnig viel Gefühl und Atmosphäre erzeugt.

    Viel Spaß dabei! 😉
    Lena

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