Was für ein Törn von Lanzarote nach Gran Canaria!

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Nach drei schönen Tagen auf Lanzarote entschieden wir uns abzulegen und noch ein wenig Richtung Süden zu segeln. Die Bedingungen waren äußerst günstig, recht starker Wind aus Nordost, das versprach von Anfang an ein guter Törn zu werden. Wir verließen also unseren fancy, fancy Yachthafen gegen mittag ohne konkretes Ziel. Entweder, wir finden einen schönen Ankerplatz vor Fuerteventura, oder wir ziehen eben durch bis Gran Canaria.

Der Nachmittag hielt, was er versprach: Rasant flog die Mystique mit einer Spitzengeschwindigkeit von 15 Knoten (das ist wirklich schnell, persönlicher Rekord für mich!) übers Wasser. Ein Tiefdruckgebiet lag direkt über der Kanarischen Inselgruppe und sorgte zwar für kräftige Bewölkung, dafür aber auch für eine kräftige Brise, die uns vorantrieb.

Randy und ich schrien unser Glück ungehemmt auf den Atlantik hinaus und lachten immer wieder laut auf (klingt komisch, war aber so). Randy meinte, so einen perfekten Wind nicht gehabt zu haben, seit er im Frühling die Vereinigten Staaten verlassen hatte.

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Zu allem Überfluss tauchten dann einige Freunde auf, die mich beim Segeln selbst bei Flaute immer wieder zum Verzücken bringen, und zwar nicht zu wenige: Unzählige Delfine sprangen in alle Himmelsrichtungen verteilt um uns herum, wenn ich sage, dass es insgesamt 50 waren, habe ich eher unter- als übertrieben!

Darunter waren kräftige Tiere, die bestimmt drei Meter aus dem Wasser sprungen als auch richtig kleine Jungtiere, die sich offensichtlich an ihre allerersten Hüpfer heranwagten. Ich konnte mein Glück kaum fassen, und hüpfte auf Deck herum – sicherlich nicht annähernd so elegant wie die intelligenten Meeressäuger.

Wer mogelt sich denn da ins Bild?
Wer mogelt sich denn da ins Bild?

Irgendwann verließen sie uns und noch viel später hatten Randy und ich uns einigermaßen beruhigt, da nahmen wir Kurs auf einen der wenigen Plätze auf den Kanaren, wo ankern erlaubt ist. Dort angekommen stellten wir fest, dass er sich ganz in der Nähe des Industriehafens von Puerto de Rosario befand. Also eine schnelle Entscheidung und eine schnelle Wende – Kurs auf Gran Canaria, auch, wenn das bedeutete, dass wir eine Nacht durchsegeln mussten.

So legte Randy sich früh schlafen, wir wollen unseren gewohnten Rhythmus durchziehen: Ich wache bis spät in die Nacht und werde dann von Randy abgelöst, für den dann schon früh am morgen ist. Bei mir war die Luft raus nach der Aufregung am Nachmittag und auch der Wind hatte scheinbar nachgelassen.

Scheinbar: Ich saß im Niedergang und las ein Buch, als eine besonders hohe Welle in Kombination mit einer besonders starken Böe den Mast der Mystique auf das Wasser drückte, ich fiel in die Sprayhood und war zu schockiert, um mir erklären zu können, wie ich da gelandet war. Auch Randy war sofort wach, wildes Chaos im Salon und in den Kabinen: alles, was nicht festgebunden war lag verteilt auf dem Boden.

Viel schlimmer: Wasser war ins Cockpit eingedrungen und wir rochen sofort, dass es irgendwo einen Kurzschluss gegeben haben musste. Das unsanfte Aufwachen in Kombination mit dem starken Seegang und dem unangenehmen Geruch löste dann bei meinem Käpitän Übelkeit aus.

Ich war ziemlich geschockt, sowas habe ich noch nicht erlebt auf See, doch mir ging es eigentlich gut und wach war ich jetzt auf jeden Fall auch wieder. Also schickte ich Randy einfach wieder ins Bett und weckte ihn erst wieder, als wir uns am nächsten morgen dem Yachthafen von Las Palmas de Gran Canria näherten.

Käptn Randy beim Manöver
Käptn Randy beim Manöver

Von hier aus will Randy in den nächsten Tagen den Atlantik überqueren, leider ohne mich, sondern allein. Der Verrückte! Aber im Hafen von Gran Canaria liegen über 1000 Segelboote, von denen Hunderte dabei sind, sich auf den Weg über den großen Teich vor zu bereiten – also rechne ich mir doch ganz gute Chancen aus, ein Boot zu finden, das mich mitnimmt. Dieser Törn heute war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung!

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