Reisen per Anhalter: 15 Tipps für’s Trampen

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Tipps zum Trampen

Ich trampe für mein Leben gerne und war in den letzten Jahren ich-weiß-nicht-wieviele Kilometer per Anhalter unterwegs. Hauptsächlich in Europa, aber auch auf anderen Kontinenten und sogar über Meere und Ozeane.

Reisen per Anhalter haben, wie ich finde, einfach eine Menge Vorteile: Man kann (und muss) spontan reisen, man weiß nie, wo man ankommt, man lernt tolle Menschen kennen und erlebt GARANTIERT spannende Geschichten.

Leider wird es in den letzten Jahren immer unpopulärer, den Daumen herauszuhalten und sich treiben zu lassen, man sieht immer weniger Tramper am Straßenrand und auf den Autobahnraststätten. Noch vor zwanzig, dreißig Jahren war das völlig anders: Tramper gehörten einfach zum Straßenbild und es war völlig normal, dass man per Anhalter ans Ziel kam, wenn man kein Auto hatte.

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Ich denke, das liegt zum größten Teil daran, dass wir in einer immer reicher werdenden Wohlstandsgesellschaft leben. Es ist mittlerweile völlig normal, dass eine vierköpfige Familie auch vier Autos „braucht“.

18jährige bekommen schon Autos geschenkt, bevor sie sich überhaupt zur Führerscheinprüfung angemeldet haben. Kaum einer ist heutzutage noch auf das Trampen angewiesen, um von A nach B zu kommen. Ich finde trotzdem:

Das Trampen darf nicht aussterben!

Deshalb gibt’s hier jetzt die Dinge, die ich auf Autobahnen und an Raststätten über das Trampen gelernt habe.

Tipps für das Reisen per Anhalter

Hier sind also meine

15 Tipps für das Reisen per Anhalter

1. Sei auffällig!

Der erste Augenblick entscheidet – das ist im ganzen Leben so, aber beim Trampen ganz besonders! Meistens haben die Fahrer, die dich mitnehmen sollen, nur wenige Sekunden, um dich zu sehen, zu erkennen, was du überhaupt willst, und um sich zu entscheiden.

Darum: Kleide dich bunt und auffällig! Vielleicht hast du ein lustiges Accessoire, was du dabei haben kannst? Mit mir steht natürlich immer mein Rucksack am Straßenrand. Vielleicht setzt du dir auch einfach nur einen lustigen Hut auf?

2. Starte früh!

Du weißt nie, wann du deinen ersten Lift findest. Morgens sind die Chancen größer, auf Fahrer zu stoßen, die noch einen weiten Weg vor sich haben. Abends sinken die Chancen, überhaupt mitgenommen zu werden, mit Einbruch der Dunkelheit stark.

3. Rastplätze!

Rastplätze sind viel besser als Autobahnauffahrten. Hier haben die Fahrer mehr Zeit, sich für dich als Mitfahrer zu entscheiden. Vielleicht sehen sie dich schon, wenn sie ankommen. Dann können sie gemütlich einen Kaffee trinken und sich überlegen, ob sie Lust auf einen Tramper haben.

Tipps zum Trampen

4. Nicht rauchen!

Dieser Tipp fällt mir selber wohl am schwersten, trotzdem ist er wichtig. Raucher stinken nun einmal, da haben die meisten Leute keinen Bock drauf. Gerade nicht im Auto, wo man ja auf recht engem Raum zusammen hockt.

5. Reden ist Gold!

Gib dir einen Ruck und sprich die Leute an! Sie werden schnell merken, dass du kein Krimineller auf der Flucht bist, sondern eigentlich ein ganz sympathischer Vogel. Außerdem schafft Reden Vertrauen, und das brauchst du beim Trampen besonders! Am Besten kann man die Leute natürlich an Rastplätzen anquatschen.

Unterwegs helfen Sprachkenntnisse ungemein! Zumindest Englisch sollte schon einigermaßen sitzen, ein paar Brocken in der Landessprache wirken auf jeden Fall mega-sympathisch. Ich habe mit dieser Sprachlern-App Spanisch und Norwegisch gelernt und man kann sie auch zum Englisch auffrischen benutzen.

↓ Unten weiterlesen! ↓

Passend zum Thema:

6. Trucker sind deine Freunde!

Lastwagen sind häufig die perfekten Lifts: Sie fahren den ganzen Tag, legen also weite Distanzen zurück. Außerdem sind die Fahrer berufsbedingt meist gelangweilt und gieren nach Unterhaltung.

Ich habe in LKWs tolle Erfahrungen gemacht: Oft luden mich Trucker zum Essen ein, mal durfte ich während der Fahrt in der Koje schlafen. Einmal hat sogar ein Fahrer per Funk meine nächste Mitfahrgelegenheit organisiert, so dass ich auf dem nächsten Rastplatz nur umsteigen musste.

Außerdem ist der Beifahrersitz riesig: Man sitzt hier wirklich 1. Klasse.

Tipps für Reisen per Anhalter

7. Analoge Karten!

Auch, wenn es heutzutage jede Menge hilfreicher Apps für Tramper gibt: Es hilft IMMER, eine analoge Karte von dem Gebiet dabei zu haben, das du „betrampen“ willst. So kannst du deinem nächsten Lift erklären, wo du hin willst und weißt selber, welche Städte in der Richtung liegen. Außerdem sind Rastplätze eingezeichnet.

Für analoge Karten spricht vieles: Sie funktionieren auch ohne Akku und Internet, sind auch für ältere Leute mit schlechten Augen gut lesbar (die dich ja vielleicht mitnehmen wollen!) und geben außerdem einen besseren Gesamtüberblick als Handydisplays.

Update: Eben habe ich auf meiner Facebook-Seite diesen tollen Tipp bekommen: In den Filialen von Europcar gibt es kostenlos tolle Autobahnkarten mit Rastplätzen! Danke, Lasse!

8. Rechtzeitig aussteigen!

Klingt komisch, ist aber so: Ich habe oft den Fehler gemacht, nicht rechtzeitig auszusteigen. So bin ich meinem Ziel zwar hundert Kilometer näher gekommen, stand aber an einem Ort, von dem aus ich nicht oder nur sehr schlecht weiter trampen konnte – bringt nichts!

Lieber früher aussteigen, dafür aber an einer großen Raststätte mit viel Verkehr.

9. Nein sagen!

Manchmal lohnt es sich einfach nicht, eine Mitfahrgelegenheit anzunehmen: Wenn du durch einen Lift „deine“ Autobahn verlässt, oder nur 50 Kilometer in deine Richtung gebracht wirst, lohnt es sich oft, zu warten.

10. Vorsichtig mit Schildern!

Schilder mit dem Ziel gehören irgendwie zum Trampen dazu, außerdem machen sie sich gut auf Fotos. Meistens helfen sie jedoch nicht weiter, im Gegenteil: Sie lassen Fahrer, die nicht genau dieses Ziel ansteuern, denken, dass sie nicht weiterhelfen können.

Also fahren sie weiter, obwohl sie einen doch perfekt hätten mitnehmen können, bis zu der nächsten Raststätte, die dir sehr wohl hilft. Sinn machen Schilder nur bei nahenden Autobahnkreuzen oder -gabelungen.

Manchmal schreibe ich auch nur die Himmelsrichtung auf ein Schild.

Tipps fürs Trampen

11. Nie die Geduld verlieren!

Eigentlich versteht dieser Tipp sich von alleine: Wer zu ungeduldigt ist, sollte es mit dem Trampen erst gar nicht versuchen. Ich habe schon mal sechs Stunden auf meinen nächsten Lift gewartet.

Um die Zeit herum zu kriegen helfen mir vor allem Hörbücher und Musik auf dem Handy. Nicht vergessen sollte man auch genügend Wasser, und, auch ganz wichtig in heißen Ländern: Sonnencreme! Schatten gibt es selten an Autobahnen.

12. Sei bereit für den Notfall!

Du solltest dafür vorbereitet sein, dass es einmal nicht weitergeht. Wenn die Nacht einkehrt, solltest du zumindest einen Schlafsack dabei haben, je nach Klima vielleicht auch ein Zelt. Gegen den Frust hilft manchmal auch ein Notfallbier im Rucksack. Ich habe schon auf so mancher Autobahnraststätte geschlafen…

Tipps für Tramper

13. Plane nicht!

Im Grunde finde ich, als Tramper sollte man sich komplett treiben lassen. Es ist doch wunderbar, sich selber zu überraschen, wo man ankommt! Wenn du dir aber doch ein festes Ziel setzt, plane auf jeden Fall genug Zeit ein!

Trampen mit Zeitdruck macht überhaupt gar keinen Spaß – wenn du Termine hast, nimm den Bus.

14. Sei offen!

Der vielleicht wichtigste Tipp. Wenn du nicht offen genug für das Trampen bist, wirst du keinen Spaß haben. Beim Trampen wirst du sehr viele sehr verschiedene Menschen kennen lernen, und du musst freundlich zu ihnen sein, denn sie tun dir in der Regel einen Gefallen.

Offenheit kann sich auch auszahlen: Bei einer Tramptour stieß ich einmal zufällig auf einen Kapitän, der mich auf sein Boot einlud. Daraus ist meine Segelleidenschaft entstanden, und meine jetzige Lieblingsübung – die Kombination aus Trampen und Segeln.

15. Meide Städte!

Überlege dir gut, ob du wirklich in das Zentrum jeder Stadt fahren willst, die am Wegesrand liegt. Bei Städten treffen verschiedene Autobahnen aufeinander, die Autos und Trucks fahren in unterschiedliche Richtungen, es gibt jede Menge Berufverkehr, der für uns Tramper eigentlich nicht zu gebrauchen ist.

Außerdem ist es schwierig, aus einer Stadt wieder hinaus zu trampen. In der Regel kostet eine Stadt mindestens einen Tag – die Zeit, die du in ihr wirklich verbringst, natürlich nicht mitgerechnet. Wenn du ein festes Ziel hast, bleibe lieber nahe der Autobahn.

Welche Erfahrungen hast du beim Trampen gemacht? Hast du noch Tipps für mich? Oder Fragen? Raus damit – in den Kommentaren!

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32 KOMMENTARE

  1. […] Mehrere Experten reisen besonders gerne per Anhalter. Erste Anlaufstellen sind Seiten wie Hitchbase, Hitchwiki oder dieser Blog-Post. […]

  2. Toller BEitrag !!!!!

    ICh habe auch vor zu trampen, jedoch würde ich das erste mal nicht alleine trauen. Also suche ich momentan nach eine/m Tramp-Partner/in.

  3. Hey, super Beitrag 🙂
    Ich liebe das Trampen! Schön, dass ich damit nicht alleine bin. Das Trampen darf nicht aussterben? Keine Angst, tut es nicht. Auf der Strecke Berlin-Leverkusen habe ich 5 weitere Tramps getroffen. In 6 Wochen Italien allerdings keinen Einzigen.

  4. Geiler Blog! So richtig schön am sehnsüchtigen Sog des Lebens. Auf und davon tut gut.
    Vielleicht kein Tip, aber lustig: Ich musste irgendwann mal aus Basel raus, und hatte keine Ahnung.
    Bin also einfach die passenden Autobahnauffahrt losgelaufen. Irgendwann hat mich dann die Polizei auf der Autobahn eingesackt, und mit bis zur nächsten Rasstätte genommen. Natürlich habe ich gesagt dass ich keine Ahnung habe, dass man so etwas in der Schweiz nicht darf. So kommt man auch weiter. Strafe musste ich keine zahlen, da ich einsichtig war, und meine Tat natürlich sehr bereut habe 😀

  5. Den Tip Städte zu vermeiden kann ich nachvollziehen aus deiner Beründung.
    Jedoch auch nicht 100%, ich habe die Erfahrung gemacht wenn man zu mindest Weite sträcken vor sich hat, bei denen man sowie so mehere tage unterwegs sein wird, sind Städte manschmal eine gute erholung, wenn es abends wird und die chanchen weiter zu kommen geringer werden kann man auch mal eine innen stadt ansteuern…
    In einem Park lässt es sich gemütlicher pennen als auf der autobahn, Bier und Pizza bekommt man auch viel leichter und Günstiger in einer Stadt, man kann mal einen kleinen Sehenswürdigkeiten trip starten oder abends mal in eine Bar.
    einen halben tag pause in einer schönen stadt ist sehr erholsam und man startet mit neuer energie ins weitertrampen. 🙂

  6. Toller Artikel! Ich hoffe, die Tipps werden mir helfen 🙂

    Ich bin ein großer Fan vom Trampen und ziemlich enttäuscht, dass sich kaum jemand mehr darauf einlässt. Als Teenager bin ich regelmäßig getrampt, als ich noch auf dem Land lebte und es sonst keine Möglichkeit gab, zu gewissen Uhrzeiten noch irgendwo hin zu kommen. Meine Freunde haben deshalb immer die Hände über den Kopf zusammen geschlagen, weil sie es so gefährlich fanden, aber ist es das wirklich? Ich halte das für ein Gerücht…

    Ich will Ende des Monats verreisen, habe aber gerade feststellen müssen, dass ich zu spät dran bin für einen billigen Flug. Da habe ich mich spontan entschlossen, einfach zu trampen! Damit bin ich auch viel flexibler. Zwar war die längste Strecke, die ich jemals getrampt bin, nur 70 km lang (schon da war ich extrem stolz auf mich – es war mitten in der Nacht!), aber grade reizt mich die Idee sehr 😀

    Jetzt brauch ich nur eine gute Karte, denn auf meine Geographiekenntnisse kann ich mich nicht verlassen…

    Hast du vielleicht irgendwelche Spezialtipps für das Trampen in Frankreich? 🙂

  7. Ich bin bis jetzt hauptsächlich im Baltikum getrampt. Ein großer Vorteil hier ist schon mal, dass es kaum richtige Autobahnen gibt, nur 2 in Litauen, und selbst auf diesen kann man sich als Tramper auf den Standstreifen relativ gefahrlos stellen.
    Essentiell war tatsächlich eine detaillierte Karte, da ich durchaus auch mal nen Fahrer hatte, mit dem ich nicht in einer mir bekannten Sprache kommunizieren konnte. Die Karte hat dann sogar soweit geholfen, dass der Fahrer an einer Kreuzung mich sogar noch ein Stück weiter zu einem Punkt gebracht hat, der für mein weiterkommen besser geeignet war.
    Ungünstig war tatsächlich eine Mitfahrt, die nicht sehr weit ging und mitten in einer Kleinstadt endete. Dort stand ich zwar an der einzigen Durchgangsstraße, aber innerorts war die Bereitschaft schlichtweg nicht vorhanden, zu halten. Zumindest denke ich, dass mir das eine alte Frau sagen wollte, als sie auf mich auf Russisch eingeredet hat. Daraufhin bin ich ein paar Kilometer raus gelaufen und prompt hat ein Auto gehalten.
    Relativ schwierig ists auch tatsächlich aus ner Stadt raus an nen passenden Punkt zu kommen, so hat es ca. 1,5h gedauert bis ich aus Riga heraus an einem passenden Startpunkt war.
    Ein anderes Mal wurde von der Uni aus ein kleiner Trampwettbewerb von Vilnius nach Siauliai organsiert, mit 13 Teilnehmern, alle in Zweiergruppen und eine Dreiergruppe. Die 2. Teilstrecke auf der Hinfahrt in einem Fischtransporter war geruchlich „interessant“, und auf der Rückfahrt hat sogar ein Auto für die ganze Strecke gereicht, was dann noch ein zweites Zweierteam neben uns mitgenommen hatte.
    Einmal wollte ein Fahrer Geld für die Mitfahrt haben, hat es aber auch vorher gesagt. Ich persönlich hatte damit kein Problem, da der Lift für mich sehr praktisch war, das kostenlos reisen für mich nicht im Vordergrund steht und ich umgekehrt zumindest für Mitfahrgelegenheiten, aber natürlich nicht von Trampern, durchaus ja auch Geld nehme.
    Meine Mitbewohner sind in Litauen auf dem Land, im Nationalpark getrampt. Dort hat nahezu jedes der seltenen Autos gehalten, teilweise wurden dann auch Einladungen nach Hause zum Essen ausgesprochen. Und eine Mitfahrt ging nur 500m. 😉
    Fazit: das Baltikum ist sehr tramperfreundlich in meinen Augen, man wird wirklich sehr schnell mitgenommen. Ich hatte nie mehr als 30min Wartezeit auf ne Mitfahrt. 🙂

  8. Super und da kommen alte Erinnerung wieder hoch. Hab damals schon alle Punkte eingehalten und das sollte man auch. Immer mehr Zeit einplanen ist das wichtigste. Bin einmal innerhalb 3 Tage bis nach Malaga geträmpt und das von Bremen aus. Immer super Anschluss und nette Bekanntschaften gehabt. Da ich kein französisch spreche so haben wir uns mit Händen und Füße unterhalten

  9. Hey Bruder Leichtfuss,

    musste gerade sehr schmunzeln, als ich diesen Beitrag gelesen habe. Kann nur sagen das ich mich in jedem deiner Tipps wieder gefunden habe. Ich reise fast ausschließlich per Anhalter und muss sagen, es ist jedes Mal ein kleines Abenteuer für sich, überhaupt erstmal an den Ort meiner Träume zu gelangen.

    Zu allen die Angst haben, kann ich eigentlich nur sagen, das es sich auf jeden Fall lohnt diese zu überwinden. Hab schon so viele tolle Leute dadurch kennen gelernt. Manchmal sogar mit Schlafgelegenheit und am nächsten Morgen mit Lift zurück auf die nächste Raststätte.
    Ich hab auch schon an den verrücktesten Stellen gestanden, weil es manchmal einfach nicht anders möglich war und seid euch sicher, irgendwann ist jemand ausgeflippt genug euch selbst da irgendwie einzusammeln.

    Einen kleinen Tipp hätte ich dann auch noch:
    Manchmal lohnt es sich, wenn man die Autobahn wechseln will, auch einfach nur die nächste Autobahn (z.B. A4) auf das Schild zu schreiben, vor allem LKW-Fahrer können damit gut was anfangen. Und egal ob zu zweit oder zu dritt, Leute die Tramps mitnehmen tun das auch so.

    Ich werde ab April auf einem holländischen Segelschiff anheuern um die Reisekasse ein wenig aufzubessern, dadurch bin ich auf deinen Trip über den Atlantik aufmerksam geworden und muss sagen das es fantastisch klingt. Sehr inspirierend!

    Vielen Dank für deinen tollen Block, vielleicht trifft man sich ja mal auf der Raststätte!!! ;D

    • Moin Martin,
      danke für den schönen Kommentar! Und vor allem für den Tipp fürs Autobahn-Wechseln – das ist ja sozusagen die Königsdisziplin beim Trampen 😉
      Wir laufen uns bestimmt mal über den Weg – ob nun auf der Raststätte oder in einer Hafenkneipe! Viel Spaß dir weiterhin beim Trampen!
      Grüße, Timo

  10. Hallo Timo

    Dein Beitrag ließt sich super. Ich möchte aber auch ein paar Gedanken hinein werfen, wenn ich darf 🙂
    Wenn man mit jemandem mit fährt, dann gibt man sein Leben quasi in die Hand eines anderen Menschen den man überhaupt nicht kennt, man weis nicht ob der jenige etwas ausgefressen hat, oder ob er sauber ist, oder sie.

    Dann habe ich schon mal gelesen, dass Trampen nicht überall kostenlos ist, es gibt Länder wo man etwas zahlen muss.

    Tramper habe ich auch schon mal mitgenommen gehabt, wo ich von Wiesbaden hier hoch gefahren bin. Habe ihm dann noch gesagt, falls er nicht weiter kommt, wo er gut übernachten kann 🙂 Der Junge Mann kam irgend wo aus Frankreich, und konnte kaum Deutsch, da war eine Verständigung schwierig, er hatte aber eine Karte, und so konnte ich ihm zeigen wo er schlafen könne. Ein Risiko ist und bleibt es trotzdem. Wenn man Pech hat hält der einem die Pistole oder ein Messer am Hals.

    Da ich, auch mit einem unguten Gefühl, öfter nach meinen Wanderungen, auch Trampe, damit ich zurück zum Auto komme.

    Zu zweit wird man eher mit genommen, oder als Frau, als wenn ein Mann am Straßenrand steht, ich musste damals meist 1-2std warten, in der zeit wäre ich auch so am Auto gewesen. Öfters hatte es aber auch garned geklappt gehabt.

    Nun ist das ja kein Problem mehr, da wir 2 Autos haben und so das eine am Ziel stehen lassen, mit dem anderen zum Start fahren, und das andere Auto später holen fahren 🙂

    Wenn man richtig Trampt, hat man ja meist viel zeit, wenn man von ner Wanderung kommt, will man schnell zum Auto, da is Trampen nich so optimal, auch weil man vor allem im Sommer unangenehm Riecht

    Gruß markus

  11. Toller Beitrag! Da werden Erinnerungen wach. Ich war das erste Mal mit meiner Cousine per Anhalter unterwegs, da war ich nicht einmal 15. Und es verschlägt mich noch heute, mehr als 14 Jahre später, an den Starßenrand. Ich plane für nächsten Sommer einen Trip durch die baltischen Staaten und kann es kaum erwarten.

  12. @Daria, ich habe dieses Jahr bei meinen Interrail Trip 3 Typen kennengelernt, die zu 3. getrampt haben. Sie meinten, dass wäre kein Problem gewesen 😉

  13. Das mit der Rechenaufgabe ist witzig….
    Ich finde deinen Bericht und deine Ratschläge echt klasse. Ich selber habe schon einige Tramper Touren hinter mir, war aber noch nie wirklich weit weg. Einmal habe ich es bis nach Rom geschafft, da war ich fast 4 Tage unterwegs. Es hat sich aber gelohnt… 😉 Ich plane für Sommer 2014 mal eine Tour über den Ozean und werde deine Ratschläge dabei befolgen. Also vielen Dank und Gruß
    Danny

    • Hallo Danny,
      du hast die Aufgabe ja offensichtlich gelöst bekommen 😉 Cool, dass es doch noch eine Menge Leute gibt, die auf Trampen stehen! Für deinen Trip per Anhalter über den Ozean habe ich hier noch ein paar Tipps – schon gesehen?
      Grüße, Timo

  14. Macht zu zweit trampen Sinn? Und kann man auch alleine als Frau trampen? Denn ich fände das schon toll, aber ist ja „zu gefährlich“… Stimmt das?

    • Hi Daria,

      Trampen zu zweit erhöht deine Chancen nicht unbedingt, ist aber möglich. Ich bin selber noch nicht zu zweit getrampt, habe aber schon Leute getroffen, die zu zweit Tausende von Kilometern getrampt sind. Auch habe ich unterwegs schon viele Frauen getroffen, die alleine per Anhalter gereist sind und mir nichts Negatives berichten konnten. Das mit dem allein Reisen als Frau ist so ein Thema für sich. Ich habe mich hier und hier schonmal dazu geäußert, schau doch mal rein!

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen, Timo

      • Hi, für mich war es ein Vorteil zu zweit – mit meiner Freundin – zu trampen. Wenn noch ein attraktives Mädel dabei steht, sind die Leute oft eher gewillt anzuhalten. Und die meisten Leute fahren sowieso allein und haben also Platz für 2 Leute (auch mit Backpack).
        Gruß Rune

  15. Vielleicht ist das auch selbstverständlich, aber trotzdem wichtig. Man MUSS nicht jeden angebotenen lift nehmen, wenn man kein so gutes Gefühl hat. Das verringert auf jeden Fall die Möglichkeit, dass irgendwas passiert…was ja so viele Leute behaupten.
    Welche Erfahrungen habt ihr in Dtl mit dem trampen gemacht?

    liebe grüße

    • Hi Käthe,
      ich frage mich gerade, wie ich diesen Punkt vergessen konnte – existenziell!
      In Deutschland habe ich wirklich sehr, sehr gute Tramperfahrungen machen können: Wir Deutschen sind meiner Meinung nach offener als wir selber von uns denken 😉 Die Strecke Hamburg-Berlin zum Beispiel trampe ich regelmäßig und wundere mich immer wieder, wie schnell das funktioniert. Auch die A7 wird regelmäßig von mir und von Freunden betrampt – so kommen wir schnell in den Süden.
      Liebe Grüße!

  16. Super Auflistung! Ich finde meine Erfahrungen mit dem Trampen überall darin wieder. Vor allem den 13. Punkt finde ich wichtig. Das schönste Gefühl ist morgens aufzuwachen und nicht zu wissen, wo man morgen aufwachen wird. Und unter Zeitdruck bin ich einmal getrampt, weil ich nen Flug erwischen musste. Das hat dem ganzen irgendwie den ganzen Sinn genommen und ich war nur noch gestresst weil ich Angst hatte, dass ichs nicht schaffe. Das sollte man unbedingt beachten! (Genau wie das frühe Aussteigen, das hab ich auch schon einige Male nicht getan und bereut).
    Selber habe ich übrigens auch erst einen Tramper mitgenommen, weil ich nie welche sehe.
    Danke für die tolle Seite, es macht mir viel Spaß hier zu stöbern.

  17. Erstmal:Ich finde deine Seite super. Wie du schon sagst , ist das trampen sehr aus dem Fokus der Öffentlichkeit und besonders der Jugend gefallen.
    Ich selbst bin 24 und stehe ab und zu mit ausgestreckten Daumen an der Strasse und hatte in den vergangen Jahren eher kleinere Routen durch Norddeutschland oder bis Südschweden. Ich fahre selbst Auto und mir ist positiv aufgefallen, dass seit dem Niedergang einiger Mitfahrgelegenheit-Foren wieder verstärkt Tramper unterwegs sind so habe ich auf einer Strecke von ca 500 km 3 verschiedene Tramper mitgenommen. Für mich ist trampen eine große Sache und eine schöne Art zu reisen, ich werde in Zukunft wieder gehäuft an der Strasse stehen.
    Besten Gruß

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